Der Wilzenberg

Den Wilzenberg kennt jedes Kind aus Schmallenberg und Umgebung. Unverwechselbar hebt er
sich von den anderen Bergen dadurch ab, da ein großes Kreuz oben auf dem Berg steht.

Schon als Kind musste ich regelmäßig auf den Wilzenberg wandern: beim Schulausflug, mit unseren französischen Austauschschülern, mit der Familie… und wie Kinder so sind, fand ich den Aufstieg immer furchtbar. Das letzte Mal war ich wohl vor fast 15 Jahren oben, als wir als Jugendliche die Idee hatten, dort zu sitzen und Schnaps zu trinken. Der schneidende Wind hat uns aber schneller wieder nach unten getrieben als wir die Flasche aufmachen konnten!

Nun bin ich wieder oben gewesen, und habe einige längst vergessene Dinge wiederentdeckt.

Als erstes fährt man schon ein Stückchen weit hoch, und stellt sein Auto dort auf dem Parkplatz ab.
Wenn die Sonne scheint und ein freier Tag ist kann es dort ganz schön voll sein!
Man kann auch ohne Auto mit dem Bus nach Schmallenberg, Grafschaft oder Gleidorf fahren, und von dort aus wandern. Dann wird es aber ein paar Kilometer weiter.

Auf dem Spaziergängerweg nach oben (es gibt noch einen ungemütlichen Abkürzungs-Trampelpfad den Hang hoch) war ich überrascht, dass der Aufstieg überhaupt nicht beschwerlich war, sondern man sehr gemütlich gehen konnte. Der Herbst ist außerdem die wahrscheinlich schönste Jahreszeit um hochzuwandern: der ganze Weg bestand aus einem Blättermeer, was noch an den Bäumen hing leuchtete in herbstlichen Farben! Dazwischen auf dem Boden die ganzen Bucheckern, die man knacken und aufessen kann.

Mhmmm, lecker Bucheckern!

Oben auf dem Berg steht eine Kapelle mit einem Altar draußen und vielen Sitzreihen für Open-Air Gottesdienste. Aber man munkelt, dass der Wilzenberg nicht immer so christlich war. Die Geschichte, die mir weitergetragen wurde, und die ich so bisher nirgendwo komplett geschrieben gefunden habe, ist nämlich diese:

Vor vielen Jahren (etwa 1000) gehörte der Wilzenberg der Gräfin Chuniza. Damals war der Berg noch eine heidnische Stätte. Die Gräfin Chuniza hatte nacheinander sieben Männer, die sie alle vergiftete.
Kurz vor ihrem Tod beschlich sie wohl das schlechte Gewissen, und sie vererbte den ganzen Berg der Kirche, die ihn daraufhin zum Wallfahrtsort machte, indem sie dort die Wallfahrtskapelle errichtete.

Wenn man an der Kapelle weitergeht, kommt man etwas weiter hinten zum 17 m hohen Aussichtsturm. Dort kann man das ganze umliegende Sauerland bewundern, und durch kleine Täfelchen am Turm weiß man auch immer, wo man gerade hinschaut.

Wer im Schmallenberger Sauerland zu Besuch ist sollte sich den Wilzenberg nicht entgehen lassen! Mit Diana Mini, Super Sampler und LC-A+ im Gepäck habe ich einige schöne Fotos gemacht.

written by shoujoai on 2011-12-02 #places #location #grafin #gift #herbst #laub #turm #berg #select-type-of-location #manner #christen #sauerland #escape-from-the-city #aussichtsturm #wilzenberg #heiden #ehemanner #schulausflug

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