Albumcover: Simon Larbalestier und The Pixies' Doolittle

Eine der am meisten inspirierenden Bands aller Zeiten, The Pixies, machten nicht nur großartige Musik. Sie hatten auch ein sehr eindrucksvolles Album-Artwork. Werfen wir einen Blick auf ihr kommerziell erfolgreichstes Album, “Doolittle”, das im April 1989 released wurde.

V.l.n.r.: Black Francis (Gitarre, Gesang), Kim Deal (Bass, Gesang), Joey Santiago (Gitarre), David Lovering (Schlagzeug). Foto von blogspot.com

Black Francis, der erste Songwriter der Pixies, legte die Texte seiner Songs um Themen wie biblische Gewalt, Außerirdische, Prostituierte und Inzest. Er war sehr stark von surrealistischen Filmen beeinflusst, wie beispielsweise “Eraserhead” von David Lynch oder “Un Chien Andalou” von Luís Buñuel und Salvador Dalí. Tatsächlich bezieht sich der Opener auf dem Album “Doolittle” direkt auf die bekannteste Szene aus “Un Chien Analou” (got me a movie ah ha ha ho / slicing up eyeballs ah ha ha ho).

Die Platte “Doolittle” war die erste, bei der die Pixies ihre Texte dem Coverkünstler Vaughan Oliver und dem Fotograf Simon Larbalestier anvertrauten und aufgrund dessen konnte das Duo die Bildsprache jedem Song besser anpassen. Zu dieser Zeit bevorzugte es Simon Larbalestier, schwarz-weiß zu fotografieren, was schon bei den Vorgängeralben der Pixies offensichtlich war – “Come On Pilgrim” und “Surfer Rosa”.

5, 6, 7, this monkey’s gone to heaven. Foto von flickr.com/photos/simonlarbalestier/

Seine Fotos zu “Doolittle” vermitteln ein deutliches Gefühl der Stille und des Verfalls.
In Interviews hat er schon sein Interesse zugegeben, “Leere, Trostlosigkeit und Einsamkeit” zu fotografieren und auch, dass er eine dunkle Faszination für den Verfall, die Beschaffenheit, das Makabere und für den Surrealismus und dessen sichtbaren Ausdruck in den daraus resultierenden Bildern" empfindet.

Alles, was ihr in diesem Album Artwork seht, war aus Gegenständen gebaut, die Larbalestier gesammelt hatte. Sie wurden zu kleinen Sets umgebaut und dann fotografiert. Larbalestier arbeitete daran rund zwei Wochen und gab schließlich 15 Primärbilder ab, die mit einer Rolleiflex SL66 mit einer 80/2.8 Planar Linse gemacht wurden. Er benutzte dafür einen Agfapan 25 Film. Als das Management der Band nachhakte, ob er nicht ein paar farbige Aufnahmen für das Album machen könnte, bleichte er die finalen Abzüge, um sie von den originalen Schwarz-Weiß-Bildern zu differenzieren. Bei den folgenden zwei Pixies-Platten, “Bossanova” und “Trompe le Monde”, wechselte er zu Farb-Fotografie.

Larbalestiers Bilder und Olivers Design für die Alben der Pixies kreierten ein einzigartiges Image der Band. Die Pixies benutzen diesen Stil der Bildsprache auch heute noch bei ihren Live-Shows. Und für ihr erst neulich veröffentlichtes Minotaur-Boxset engagierten sie wieder Larbalestier und Oliver, um eine Serie neuer Bilder für die Band zu machen – diesmal digital.

Alle Fotos von flickr.com/photos/simonlarbalestier/

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Und noch mehr Bilder gibt es hier.

Eine kurze Doku aus dem Jahr 1988:

Und ein Musikvideo der Pixies:

written by odax on 2011-12-19 #lifestyle #punk #album #lomography #musik #album-cover #pixies #1989 #analogue-lifestyle #doolittle #larbalestier #album-covers-series
translated by stadtpiratin

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