Ein Gespräch mit unserem italienischen LomoAmigo Delfino

Und hier sind wir wieder, dieses Mal mit Delfino, einem jungen Fotografen – geboren und aufgewachsen in Mailand, wo er seinen Alltag verbringt, umringt von Architektur und Fotografie. Seine innere Ruhe ermöglicht es ihm, auf ganz besondere Weise an seine Fotografien heranzugehen: “Jede davon hat ihren eigenen ‘Geschmack’ und kann den, des eigentlichen Objekts gewissermaßen wiedergeben, durch eine ganz eigene Form der Poesie.” Und noch poetischer, wahrer und echter sind die Gewürze, Düfte, Farben und Kulturen, die sich am Wochenmarkt vereinen.

Lomography und Essen setzen ihre Partnerschaft fort, deren wichtigste Zutaten professionelle Fotografen, eine große Auswahl an analogen Aufnamen und, freilich, kulinarische Highlights sind.

Sehen wir uns Delfinos Interview an und lassen wir uns von seinen Bildern verzaubern…

Du bist:
Delfino Sisto Legnani

Aber eigentlich bist du:
Delfino im Entwicklungsstadium: für einige ein Fotograf, für andere ein Architekt. Ich sammle Momente und Orte.

Wo bist du aufgewachsen und was ist für dich “Zu Hause”?
Oh, home 
let me come home 

Home is wherever I’m with you oh,
Home 
let me come home
Home is when I’m alone with you

“Analog oder Digital” entspricht für manche der Aussage “Herz oder Verstand”. Was ist deine Meinung dazu?
Jeder Teil davon wurde erschaffen, um eine bestimme Art von Inhalt zu vermitteln, jede Situation muss man nach dem Prinzip „Herz oder Verstand“ bewältigen. Das Herz zieht mich natürlich zum Analogen hin: jede Maschine erzählt etwas. Und die vielen analogen Apparte, mit denen ich arbeite, sind ganz verschieden zueinander. Jeder davon hat seinen eignen Geschmack und gibt das Reale, gemäß seiner eigenen Aufassung, seiner ‚Poesie‘ wieder. Ebenso wie jeder Film seine Eigenheiten aufweißt.
Nachdem das gesagt ist, kann ich aber dennoch nicht die vielen Vorteile und Möglichkeiten leugnen, die uns digitale Geräte ermöglichen. Digital ist flexibel, bequem und sie passt zum aktuellen Markt der Fotografie, wo Budgets bedenklich schnell in die Höhe rasen.

Was dachtest du, als dich ESSEN bat, eine eigene Fotoserie mit einer analogen Kamera aufzunehmen?
Ich dachte, dass das wohl eine großartige Möglichkeit wäre, um mit ein paar Geräten zu experimentieren, je nach ihrer Natur, die zu der berühmten lomographischen Unvorhersehbarkeit führt. Es eröffnete mir die Möglichkeit, mich selbst von dem unvorhersehbaren Ergebnissen überraschen zu lassen.

Warum hast du dich dazu entschieden, verschiedene Kameras zu benutzen? War das mehr ein Flirt oder eine wahre Liebesgeschichte?
Ich hab mit allen Kameras geflirtet… Was die Fotografie anbelangt, glaube ich einfach nicht an Monogamie. Die Entscheidung für drei Kameras repräsentiert grundsätzlich ein Mosaik aus verschiedenen, zusammenpassenden Bestandteilen.

Die Fotoserie besteht aus verschiedenen einzelnen Momenten, die eine Geschichte erzählen, die kurz nach ihrer Aufnahme von statten geht. Sei es ein einfaches Rezept. Wie kamst du dazu?
Der Ursprung der Serie entstand in einer Sinneseingebung eines Moments. Im Gegensatz zu meinen gewöhnlichen Projekten, in die ich viel Planung reinstecke, hab ich mich dieses Mal treiben lassen und mich völlig der Ungewissheit ausgesetzt, die durch die Kameras entsteht, mit denen ich arbeite. Ich habe intuitiv gearbeitet und dadurch einzelne Momente ausdrucksvoll auf Film festgehalten.

Dein Lieblingsbild und warum genau dieses?
Die Waage und der Top auf dem Feuer. Das sind zwei Aufnahmen, die zeigen, wie ich generell meine Umgebung wahrnehme. Sieh nichts als selbstverständlich an. In dem Moment, als ich den Auslöser betätigte, waren die Waage und der Topf keinen leblosen Objekte, sondern sie lebten in ihrer eigenen Würde, mit ihrem eignen Charakter. Die Objekte erwachen auf ihre Weise zum Leben. Ich behandele sie mit Respekt und versuche das Scheinwerferlicht auf ihren Charakter zu werfen, auf ihre Wesenhaftigkeit, auf ihre Geschichte.

Wenn du eine elfte Regel zu den 10 Goldenen Regeln der Lomographie hinzufügen könntest, wie würde sie aussehen?
Lern die Regeln. Vergiss sie. Hör nicht auf, neues zu probieren. Ohne Vorüberlegungen.

Mit dem verwirrendem Bild Delfinos im Kopf, werden wir zu einem leckeren Rezept von Essen | A taste magazine weitergeleitet. Wenn du es lesen willst und alle Fotos sehen willst, klick hier

written by biri on 2011-12-23 #people #lomoamigo #essen-lomography-camera-shot-interview
translated by wolkers

Kickstarter

Bringing an iconic aesthetic to square format instant photography, the Diana Instant Square fills frames with strong, saturated colors and rich, moody vignetting. Built to let your inspiration run wild, our latest innovation features a Multiple Exposure Mode, a Bulb Mode for long exposures, a hot shoe adapter and so much more! It’s even compatible with all of the lenses created for the Diana F+ so that you can shake up your perspective anytime, anywhere. No two shots will ever be the same. Back us on Kickstarter now!

More Interesting Articles