LomoGuru der Woche: Werriston

Er glaubt, dass er mit Film fotografieren wird, bis es aus ist und wenn der Tag vor seinem Tod kommt, dann könnte er immerhin einfach weitermachen und sein Leben leben, ohne irgendetwas zu bereuen! — Das nennen wir analoge Liebe, durch und durch!

Von: werriston

Name: Nick Simpson-Deeks
LomoHome: http://www.lomography.de/homes/werriston
Ort: Melbourne, Australien (aber New York!)
Jahre als Lomograph: 6
Jahre in der Community: Beinahe 6 insgesamt, glaube ich. (Obwohl ich für ein paar davon, hauptsächlich verschwunden war.)

Von: werriston

Verrate uns die erinnerungswürdigeste Erfahrung in der Lomographischen Gemeinde.

Letztes Jahr hatten wir mächtig Ärger mit den Überschwemmungen in Queensland, wo ein paar meiner Freunde mit ihren Familien leben. Ich saß im Bus auf dem Weg zu einer TV Show, bei der ich arbeite und dachte mir, ich schlage die Zeit tot, indem ich auf meinen Lomo Account auf meinem Handy gucke. Und ich hatte eine Nachricht von kylethefrench: “Alles klar bei dir dort unten?” Das mag wie eine Kleinigkeit klingen, aber da hab ich zum ersten Mal verstanden, dass Lomography mehr für mich geworden war, als ein Ort, an dem ich mich mit analogen Nerds austauschen und meine Bilder her zeigen konnte. Lomography war zu einem Netzwerk aus Freunden aus aller Welt geworden - Leute, die mir wichtig geworden sind. Seitdem hab ich mir mehr Mühe gegeben, in der Community aktiv zu sein und ich bin auch viel selbstbewusster geworden, so dass ich meine persönlichen Erfahrungen auf der Seite teile.

Hast du tatsächlich Leute in der Community kennen gelernt, die du jetzt als enge Freunde ansiehst? Wenn ja, nenn doch ein paar.

Ich hab bis jetzt noch keinen Lomographen in Oz getroffen - es gibt nicht so viele von uns hier unten - aber ich hatte das Vergnügen rake und satomi dieses Jahr in New York und LA zu treffen. Ich liebe die beiden. Rake hat einen Artikel verfasst, wie einsam man als Lomograph in NYC sein kann, deshalb sagte ich ihr, dass ich unterwegs war und Lust hätte, mit ihr abzuhängen. Und Satomi arbeitet im Labor im LA Gallery Store und als ich Gesicht auf einem Flyer erkannte und die Frau in live im Laden sah, dachte ich nur “Kennst du sie? Geh hin zu ihr!” Ich erinnerte mich daran, dass einige der ersten Bilder, die mir auf Lomography aufgefallen waren, von satomi waren und das war wirklich fantastisch, sie zu treffen. Ich fühle mich auch anderen sehr nahe, die ich noch nicht kennen gelernt habe, aber hoffentlich bald: upic, pussylove, kylethefrench, natalieerachel, zoezo… ich stelle mir gern vor, dass ich einmal mit eskimofriend die Nacht durchmache und Bier trinke und die Probleme des Universums diskutiere; und wer will denn nicht einen LomoWalk mit mephisto19 machen? Ich habe Stephan mal betrunken eine Nachricht hinterlassen, die für pussylove bestimmt war und darum ging, dass ich meinen Blitz bei einer Party verloren hatte und er lachte mich aus und hatte dann aber Mitleid. Also vielleicht könnten wir feiern gehen und beide unsere Blitze verlieren. Außerdem hab ich satomi und warning gesagt, dass, falls sie nächstes Jahr einen Lomo Roadtrip machen, ich ihr Reisebegleiter wäre. Sie haben da nichts zu sagen.

Glaubst du, dass du auch noch in fünf Jahren Lomographien machst? Warum?

Ich werde Lomographien machen, bis ich sterbe oder alle Filme der Welt verbraucht sind – was auch immer als erstes eintritt. Warum? Weil ich nicht aufhören kann. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte es. Meinem Konto würde es jedenfalls besser gehen.

Welche Kamera ist deine Lieblingskamera und warum? Hast du denkwürdige Erfahrungen mit der Kamera gemacht?

Meine Holga hab ich seit meinen Anfängen und sie ist immer noch mein Liebling. Sie war mit mir in Wüsten, auf Bergen. Ich hab sie fallen lassen, verändern, aus Fenstern fahrender Autos gehalten, sogar aus einem Flugzeug gehalten und sie produziert noch beinahe immer fantastische Bilder. Auf einem Campingausflug hab ich sie bei einem sintflutartigen Regenguss in einen Fluss fallen lassen und ich habe seitdem vier Filme benutzt (darunter zwei 35mm Filme) ohne Probleme. Sie sind alle richtig gut geworden.

Hast du einen Rat für analoge Neulinge?

Fotografiere das, was dich glücklich macht. Fotografiere, was du liebst. Kein Moment ist trivial, denn er ist ja einzigartig. Deshalb gibt es auch keine schlechten Fotografen – die “besseren” Fotografen können nur die Momente besser widerspiegeln. Außerdem sollte man sich von den anderen Lomographen auf der Website inspirieren lassen. Die Leute machen hier wunderbare Dinge – werde Teil davon. Und lass dich nicht von einer schlechten Rolle runter ziehen. Seit 6 Jahren fotografiere ich auf Film und ich verpatze noch oft Dinge, viel öfter als ich zugeben sollte.

Sie sind diejenigen, deren Leidenschaft nicht nur in ihren Taten und Worten präsent ist, sondern auch indem, was sie sehen und mit ihren Filmkameras festhalten. Und mit diesen Attributen bezeichnen wir die LomoGurus! Jede Woche befragen wir sie, damit wir ein paar Einsichten in die Arbeit der talentiertesten und produktivsten Lomographen der Gemeinde erhalten!

written by fookshit on 2012-03-02 #lifestyle #interview #community #feature #q-a #lomoguru
translated by wolkers

More Interesting Articles