Pioniere des modernen Kinos: Die Brüder Lumière

Während wir die Ankunft der LomoKino feiern, wollen wir auch den Brüdern Lumière unsere Hochachtung erweisen. Diese Pioniere des modernen Kinos gelten als zwei der ersten richtigen Filmemacher der Geschichte. Sie verdienen Anerkennung für die erste öffentliche Filmvorführung sowie für ihre Arbeit an einem Gerät, das als Kamera, Projektor und Vervielfältiger in einem dienen sollte. Unvergessen sind außerdem ihre mehr als 1425 Kurzfilme!

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Auguste und Louis Lumière übten einen so maßgeblichen Einfluss aus, dass der Asteroid 775 Lumière nach ihnen benannt wurde.

Die Liebe für das analoge Filmen steckte ihnen im Blut: Ihr Vater Claude-Antoine Lumière besaß ein Fotostudio und war fasziniert von bewegten Bildern. Er sorgte dafür, dass seine Kinder eine solide Ausbildung an der großen technischen Schule La Martiniere in Lyon erhielten. Später arbeiteten die Brüder Lumière für ihren Vater. Während dieser Zeit entwickelte Louis das Etiquette Bleue Verfahren – eine Verbesserung der Trockenplatte. Diese Erfindung gab der Firma des Vaters gewaltigen Auftrieb und führte zu einer Produktion von 15.000.000 Platten jährlich.

Die Brüder Lumière machten William Kennedy Laurie Dickson (der bei Thomas Edison angestellt war) das Leben schwer, indem sie den Kinematographen entwickelten. Dieser Apparat bestand aus Filmkamera, -projektor und Kopiergerät und steckte in einem kleinen Kasten, der insgesamt nur 12 Pfund wog. Damit hatte er das Potential, ein echter Rivale des viel größeren und schwereren Kinetoskops von Dickson zu werden. Bald begannen die Brüder mit privaten Filmvorführungen für die Familie und ausgewählte Freunde – noch war ihre Erfindung ein Geheimnis.

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Rund um die geheimen Filmsalons entstanden Gerüchte und Neugierde, bis die Brüder Lumière endlich beschlossen, eine öffentliche Vorführung von zehn Kurzfilmen im Grand Cafe auf dem Pariser Boulevard de Capuchines zu veranstalten.

Hier kommt ein Ausschnitt aus den ersten Filmen der Brüder Lumière:

Später reisten sie nach Bombay, New York, London und Bueons Aires, um Filme mit dem Kinematographen zu zeigen.

Zwei ihrer berühmtesten Werke sind Exiting the Lumière Factory und Arrival of a Train at La Ciotat. Letzteres versetzte das Publikum in Angst und Schrecken, denn die Menschen glaubten, der Zug würde ungebremst in den Zuschauerraum hinein rasen.

Allerdings nahmen die Brüder an, dass “das Kino eine Erfindung ohne Zukunft” sei und dass das Interesse an bewegten Bildern sich allein aus wissenschaftlicher und technologischer Neugierde speiste. Nach ihrer Teilnahme an der Weltausstellung in Paris 1900 beschlossen sie daher, sich wieder aufs Erfinden zu konzentrieren. Das führte mit der Entwicklung der Autochrom Platte zu den ersten fotografischen Farbbildern.

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written by shhquiet on 2011-11-30 #lifestyle #35mm #movie #kino #geschichte #filmkamera #lomokino #louis-lumiere #auguste-lumiere #pioniere #bewegtbild #lumiere-bruder
translated by princess_crocodile

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