LomoKino Review: Willkommen bei den wahren LomoMovies

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Als man mir sagte, dass ich die Möglichkeit haben werde ein neues Lomography Produkt zu testen, war ich wahnsinnig aufgeregt! Ich bekam ein wunderschönes Paket, das mich total an die Filme der Vierziger und Fünfziger erinnerte. Der Name brachte sofort Kindheitserinnerungen an alte Super 8 Filme zurück. Ich öffnete diese tolle Box und da war sie: eine leichte, geheimnisvoll schwarze Kamera mit einer sehr kleinen 25mm Linse.

Foto von disdis

Vom ersten Moment an dachte ich: “Das ist nicht bloß eine Kamera!” Ich schaute in die Bedienungsanleitung und wurde nervös. Es ist eine Sache mit dem Supersampler oder Actionsampler kleine Filme zu animieren, aber das hier war eine Filmkamera! Wie würde die LomoKino funktionieren?

Ich las also: 35 mm Film. – Gut, den kann ich mir leisten. – Bildgröße 24mm x 8.5mm. – Hilfe! Das sind ja 144 einzelne Bilder pro Film! – Verschiedene frei wählbare Belichtungseinstellungen, 1/100 Verschlusszeit…

Was sollte ich also filmen? Meine Gedanken wanderten zurück in meine Kindheit und daher beschloss ich, einfach mein ganz normales Leben zu filmen. Unser Baby war gerade geboren worden und ich ging ins Krankenhaus, um zu schauen ob alles in Ordnung war. Mein erster Spaziergang mit Leo war auch mein erster mit der LomoKino. Nach etwa 30 Schritten hörte ich auf zu filmen und änderte den Blickwinkel. Ich fand es viel einfacher, den Sucher nicht zu benutzen. Also beschloss ich, ihn einfach zu ignorieren.

Ich habe einige Filme gemacht auf Spaziergängen mit Vasvas und Leo. Zwischendurch habe ich die Perspektive gewechselt. Erst filmte ich unsere Gesichter, dann die Gebäude im Hintergrund. Anschließend wechselte ich die Blende und bewegte mich von 60cm (dabei drückte ich den “Close” Button) immer weiter weg. Das gibt einen wunderbaren Effekt! Ich liebte es und wollte noch mehr Filme drehen.

Am nächsten Tag beschloss ich, dass ich etwas mehr Action brauchte und ging zu einer BBQ Party bei Freunden. Einige spielten tradtionelle baskische Spiele und ich konnte mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Später kamen noch ein paar Aufnahmen vom Pool und Filme mit den Kindern dazu (Kinder sind nicht einfach zu filmen!).

Ich hatte die Kamera immer dabei. Ständig überlegte ich, was ich noch filmen könnte. Bis dahin hatte ich noch kein einziges Ergebnis gesehen und ich war ein wenig ängstlich, ob ich denn auch wirklich alles richtig gemacht hatte. Ich nutze niemals einen Belichtungsmesser und war mir total unsicher, weil ich die Blendeneinstellungen wahllos verändert hatte. Das mache ich sonst nur mit meiner LC-A.

Je mehr Filme ich machte, desto größer wurde der Wunsch mal etwas ganz anderes zu machen! Warum nicht mal doppelt belichten? Oder die Kamera direkt in die Sonne halten (Ich mag Filme, die im Gegenlicht aufgenommen sind) und dabei die Kamera vertikal halten? Ich musste es ausprobieren.

Die vertikalen Filme sehen fantastisch aus. Wie ein Kunstwerk, bei dem man nach Licht und Schatten sucht, wenn man es sich ansieht. Es ist wie in einem Traum. Ich habe dann eine Signalleuchte und den Namen meiner Lieblingsbar in Vitoria gefilmt. Diesen Film habe ich anschließend zurückgespult und doppelt belichtet, während wir bei einer Tasse Kaffee am TIsch saßen und uns unterhielten.

Mit der LomoKino hat man viele großartige Möglichkeiten, künstlerische Filme zu drehen. Sie ist inzwischen mein liebstes Stück, um Andenken zu sammeln. Mein “Souvenir-Rekorder” sozusagen.

Mit einem großen Knall bringt die LomoKino den analogen Film zurück in das 21. Jahrhundert. Lade deine LomoKino mit einem beliebigen 35mm Film und werde dein eigener Regisseur. Ab auf die Microsite, wo du dir LomoKino Filme ansehen kannst. Starte deine Karriere als analoger Filmemacher noch heute!

written by disdis on 2011-11-03 #gear #review #camera #movie #lomography #lomokino #lomomovies #lomokino-launch
translated by graefin

4 Comments

  1. cornelius_rost
    cornelius_rost ·

    Ganz netter Bericht, aber: Was geschieht nach der Belichtung des Filmes? Wer kann einen solch belichteten Film entwickeln? Wie kann ich meinen erstellten Film überhaupt betrachten? Was mache ich mit den in einzelne Fotos zerschnittenen Film, so wie er vom entwickeln kommt? Versteht mich nicht falsch, das Teil finde ich toll, aber das händeln des belichteten Filmes ist mir völlig unklar. Vielleicht hat ja jemand ein paar aussagekräftige Infos für mich, Danke!! :-)

  2. blu132
    blu132 ·

    Es gibt einen Filmbetrachter zusammen mit der Lomokino im Doppelpaket (man kann die Lomokino aber auch eizeln kaufen). Da 4 Aufnahmen einem normalen Bild entsprechen werden beim automatischen Zerschneiden keine Bilder verletzt. Um den Film betrachten zu können braucht man ihm aber in einem Stück. Ich weiß nicht ob das funktioniert aber ich würde den Film normal zum dm oder Müller bringen und hinterher mit Tesafilm flicken.

  3. blu132
    blu132 ·

    @cornelius_rost ich habe oben was geschrieben aber das @ vergessen

  4. cornelius_rost
    cornelius_rost ·

    Hallo blu132,
    danke dir, ich bringe meine Bilder eh schon zum dm, und dann werde ich es genauso machen, wie Du es beschrieben hast. Aber erstmal muss so ein Teilchen ins Haus, natürlich mit "Bildbetrachter". :-)

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