5 Fragen zur analogen Fotografie mit Michael Sullivan

In dieser neuen fortlaufenden Serie wählen wir einige der größten Filmfanatiker aus und bitten sie mit Hilfe von 5 Fragen uns ihre Ansichten zur analogen Fotografie mitzuteilen. Zudem zeigen sie uns eine Auswahl ihrer Fotografie. Heute sprechen wir mit dem Grafikdesigner Michael Sullivan.

Name: Mister Michael Sullivan
Beruf: Grafikdesigner
Land: South Wales, Vereinigtes Königreich

1. Erzähl uns etwas von dir.

Ich war immer schon mehr der Beobachter. Wenn wir als Kinder lange Autofahrten bewältigen mussten, spielte mein Bruder immer auf seinem Game Boy… aber ich presste meine Nase gegen die Fensterscheibe. Das erste Foto, das ich gemacht habe und an das ich mich noch erinnere, zeigte meinen Hamster wie er vor einer kleinen Armee von Trollen (diese Trolle aus den 80ern mit den langen Haaren) wegläuft.

*2. Warum fotografierst du noch analog? *

Ich finde Abzüge vom Film viel aufregender und kostbarer; meine digitalen Aufnahmen schaffen es noch nicht einmal auf Papier. Ich fotografiere nicht nur einfach fröhlich drauf los, weil Film ja doch teurer ist, deshalb denke ich darüber nach, welchen Moment ich aufnehmen möchte und welchen nicht.
Daher nimmt man viel erinnerungswürdigere Momente auf, als bei der digitalen Fotografie.
Außerdem liebe ich die Farben, die Töne und die unvorhersehbaren Qualitäten, die es mit sich bringt.

3. Welche fotografische Ausrüstung (Kameras, Filme und Accessoires) befinden sich üblicherweise in meiner Tasche

Im Moment trage ich mit mir:

  • Eine Canon EOS 5 (analoge Spiegelreflex) mit einer 50mm f/1.8 Linse… großartig für stimmungsvolle Porträts und Aufnahmen mit wenig Tiefe.
  • Eine Holga 120CFN… magisch und unvorhersehbar.
  • Eine kompakte 35mm Filmkamera… sehr plastic-fantastic (auch die Linse), sie produziert schöne Farben, macht tolle Landschaftsaufnahmen, vor allem bei bewölktem Himmel oder anderen Mustern.

4. Verrate uns einen Trick, der immer zu einem großartigen Foto führt.

Ich versuche mich davon abzuhalten, eine Szene komplett aufzunehmen, weil dann meistens zu viele Elemente in einem Bild auftauchen. Die Konzentration auf ein oder wenige Details dagegen macht ein interessanteres Bild, lieber also nur einen Ast fotografieren als den ganzen Baum.

5. Welche Fotografen beeinflussen deine Arbeit?

Ana Cabaleiro
The Gentleman Amateur
Annette Pehrsson
Caballosblancos
Joanna Blusiewicz

Danke an Michael, dass er sich die Zeit genommen hat, unsere Fragen zu beantworten!
Sieh dir mehr seiner Bilder auf mistersullivan.co.uk, bei Flickr und bei Tumblr an.

written by littlemisslove on 2011-12-10 #lifestyle #film #interview #analogue #england #london #uk #lgs #5-questions-series
translated by wolkers

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