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Lochkamera Eigenbau

Mit einer Lochkamera zu fotografieren, ist immer wieder absolut faszinierend. Im Grunde ist es nicht mehr als ein winziges Loch! Wenn man den "Apparat" selbst hergestellt hat, setzt es dem Ganzen noch das I-Tüpfelchen auf!

Viel ist nicht nötig: eine 100% lichtdichte Kiste, ein kleiner Schieber als Verschluss und natürlich ein möglichst kleines Loch. Für den Filmtransport gibt es recht preisgünstig Rollfilmkassetten, hier habe ich eine “Rada” von Plaubel benutzt. Ähnliche gibt es auch von Rollex, man kommt relativ leicht dran, manchmal sind sie auch dabei, wenn man eine alte Plattenkamera kauft.

Aber der Reihe nach. Am Anfang stand bei mir die Frage, wie ich am besten die Kiste mit dem Pinhole wackelfrei an die Rollfilmkassette bekomme. Als wirklich praktikabel hat sich folgende Methode erwiesen: anstelle des rückseitigen Schiebers schneidet man eine Blechplatte in derselben Größe zurecht. Mittig wird dann eine 6×6 (oder 6×9) große Öffnung hinein gesägt. Die so vorbereitete Blechplatte wird zum Schluss fest auf die Holzkiste geschraubt. Die beiden Teile lassen sich so fest miteinander verbinden – und auch bei Bedarf wieder trennen. Ok, die Herstellung der Blechplatte ist vielleicht der schwierigste Teil des ganzen Projekts. Ich habe 0,5 mm dünnes Blech genommen, das sich relativ gut mit einer Metallsäge bearbeiten lässt.

DIe Holzkiste ist außenrum aus 15 mm dickem Sperrholz gefertigt und hat die Außenmaße 10 × 13,5 cm. Die Frontseite besteht aus 5 mm dickem Sperrholz. In deren Mitte befindet sich die Öffnung, hinter die ich das eigentliche Kernstück der Kamera, ein hauchdünnes Blech mit mini-kleinem Löchlein geklebt habe. Die Größe sollte wesentlich feiner als Stecknadelformat sein, man bekommt es z.B. als “Lochblende pinhole” sehr präzise gefertigt für wenige Euro angeboten.

Mit der Tiefe der Kiste wird die “Brennweite” festgelegt. Mit 3,5 cm entsteht schon ein recht netter Weitwinkeleffekt. Alle Teile der Kiste müssen natürlich fest verschraubt und verleimt sein, damit es keine Lichtspalte gibt. Den Schieber für die Steuerung der Belichtungszeit habe ich von der Zero Image35 weitgehend übernommen. Auch er muss immer dicht anliegen, damit er kein unerwünschtes Licht einlässt.
Um Reflektionen im Inneren des Gehäuses zu vermeiden, habe ich die Kiste zum Schluss matt-schwarz lackiert.

Es gibt natürlich eine Menge Anleitungen zum Lochkamera-Selbstbau, die einfacher sind und schneller funktionieren. Aber diese hier hat sich seit Jahren bewährt. Die Pinhole habe ich wirklich schon oft benutzt und sie ist mit auf Reisen dabei gewesen. Bisher hat es noch keine Probleme gegeben!
Probiert es einfach mal aus, manches ist in der Umsetzung einfacher als ich hier beschrieben habe. Der Spaß-Faktor lohnt es – versprochen!

written by mapix

4 comments

  1. kleeblatt

    kleeblatt

    jetzt hast du mich inspiriert !! :)

    6 months ago · report as spam
  2. pearlgirl77

    pearlgirl77

    tolle ergebnisse!!!

    6 months ago · report as spam
  3. thejomi

    thejomi

    toller bericht! tolle Fotos. Leider waren meine Ergebnisse nicht so toll. aber ich bleib an dem Thema Eigenbau dran ;-)

    6 months ago · report as spam
  4. fotohelmut

    fotohelmut

    Geniale Sache und vor allem: Schöne Fotos!

    4 days ago · report as spam

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This is the original article written in: Deutsch. It is also available in: English.