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Redscale-Technik: Das Prinzip der Lichtdurchlässigkeit

Ich weiß nicht, ob das eine einzigartige Idee ist; falls ja, mache ich damit meinen Anspruch auf Unsterblichkeit geltend. Ich stelle hiermit das "Prinzip der Lichtdurchlässigkeit" von Rene M. Nob vor.

Redscale-Filme zu belichten war schon immer verzwickt. Obwohl ich davon überzeugt war, dass ich einen umgekehrten Fujifilm Superia 400 vier oder fünf Stufen überbelichten muss, um eine ideale Belichtung zu erlangen, haben mich die Ergebnisse von lakandula und plasticpopsicle sehr überrascht. Sie haben einen Lucky Super 200 umgedreht und ihn nur um eine Stufe überbelichtet. Obwohl die Überbelichtung nur gering war, sind die Fotos gut belichtet. Ich musste es selbst testen und ich muss sagen, ein oder zwei Stufen waren nicht enttäuschend. Die Frage ist, warum? Zwei verschiedene Redscale-Filme brauchen verschiedene Grade der Überbelichtung.

Fuji Superia 400: eine, zwei, vier und fünf Stufen überbelichtet

Als ich beide Filme untersuchte, fiel mir auf, dass der Lucky Super 200 etwas dünner ist als der Superia 400. Das sollte wohl erklären, warum ein Redscale Lucky Super 200 nur ein oder zwei Stufen überbelichtet werden muss. Das muss es sein! Bevor ich meine Schlüsse zog, musste ich einen anderen Film testen, einen, der beinahe so dünn wie der Lucky ist: den Kodak Color Plus 200. Unten sind die Ergebnisse und es scheint, meine Vermutung ist wahr; dünnere Filme brauchen weniger Überbelichtung, um das ideale Ergebnis zu bekommen.

Kodak Color Plus 200: je eine, zwei und drei Stufen überbelichtet

Du fragst dich wohl, wie dünn ist denn dünn. Lass mich etwas erklären, was ich das “Prinzip der Lichtdurchlässigkeit” nenne. Ein dicker Film hat “begrenzte Lichtdurchlässigkeit”, weil kein Licht hindurch fällt; mit anderen Worten, lichtundurchlässig. Dagegen hat dünner Film “hohe Lichtdurchlässigkeit”, weil Licht zum Teil hindurch fällt, mit anderen Worten, lichtdurchlässig.

Also gut, aber wie testest du den Grad der Lichtdurchlässigkeit? So geht’s: Halte den Film bei Dunkelheit gegen eine Lichtquelle. Wenn du die Glühbirne noch sehen kannst, dann hat der Film eine “hohe Lichtdurchlässigkeit” und er ist dünn genüg, um mit einer bis drei Stufen überbelichtet zu werden.

Wenn du die Glühbirne nicht sehen kannst, hat der Film eine “begrenzte Lichtdurchlässigkeit” und muss mit vier bis fünf Stufen überbelichtet werden.

Diese Technik ist vor allem hilfreich, wenn du zum ersten Mal einen speziellen Redscale-Film testest. Ich hoffe, das hilft.

written by renenob and translated by wolkers

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