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KODAK EKTACHROME IE - Der Vorfahre des Kodak Aerochrome EIR

Viele von uns kennen das, man hat einen seltenen Film in seiner Sammlung und wartet auf den passenden Moment diesen auszuprobieren. Ich möchte euch in dieser Review einen Farb-Infrarot-Film vorstellen, den Kodak Ektachrome IE.

Ganz toll und aufregend finde ich es alte Filme zu kaufen und auszuprobieren. Oft trau ich mich allerdings gar nicht ran an die alten Filme, da ich weiß, dass ich nur eine Chance habe den Film zu belichten und zu entwickeln. Läuft etwas schief, habe ich keine Möglichkeit, die Fehler zu verbessern. Es ist also ein Experiment.

In meinem Filmebestand hatte ich einen Kodak Ektachrome IE 135, mit 20 Fotos auf der Filmrolle (der Kodak Ektachrome IE ist der Vorfahre des Kodak Aerochrome EIR). Der Film ist 1979 abgelaufen und ist für einen Entwicklungsprozeß mit der Bezeichnung E-4 vorgesehen. Dieser Entwicklungsprozeß wird heute nur noch wenig angeboten, in Deutschland habe ich kein Labor gefunden. Auch die Suche nach der passenden Chemie verlief erfolglos.

Nun hatte ich also diesen alten Film, der übrigens in meinem Geburtsjahr abgelaufen ist, und ich war mir überhaupt nicht sicher, was ich damit anfangen sollte, welche alternative Chemie benutzen, lohnt sich das überhaupt oder soll ich ihn vielleicht doch lieber verkaufen?!

Kurz vor meinem 34. Geburtstag war es dann soweit. Ich nahm den Film zum ca. 1000sten Mal in die Hand und überlegte, was ich mit ihm anfangen soll. Beim genaueren Blick auf das Ablaufdatum wurde mir klar, dass der Zeitpunkt das Experiment zu starten, gekommen war. Irgendwie dachte ich, dass es keinen besseren Zeitpunkt geben kann, als diesen Film rund um meinen Geburtstag zu belichten.

Den Film habe ich in meine Canon AE-1 gelegt, einen Orange-Filter vor das Objektiv geschraubt und die Iso-Zahl auf 50 gestellt, die Doppelbelichtungen sind also mit Iso 25 belichtet worden. Belichtet habe ich den Film an einem sonnigen Tag.

Entwickelt habe ich den Film in C-41 bei 25°. Im Vorfeld habe ich gelesen, dass 38,5° zu heiß für den Film sind. Die ganze Entwicklung war natürlich super spannend. Ich konnte gar nicht einschätzen, ob überhaupt ein Foto was geworden ist. Ich habe im Internet auch wenige Informationen und Beispielbilder gefunden.
Dann war es endlich soweit. Dadurch, dass ich bei 25° entwickelt hatte, zog sich der ganze Entwicklungsprozess in die Länge. Ach ja, ich habe den Film auch noch um eine Stufe gepusht, dachte mir, dass das sicherer ist.
Als ich den Film aus der Dose holte freute ich mich schon, denn es war was auf den Nagativen zu erkennen. Nun fing die große Warterei auf die Trocknung der Negative an. Als sie endlich Trocken waren, mußte ich sofort einen Probescan machen.

Und was soll ich sagen, ich bin begeistert und stolz auf den alten Film und auf mich und erfreut, dass ich das Experiment gewagt habe!

written by frauspatzi

4 comments

  1. thejomi

    thejomi

    Glückwunsch zu dem gelungenen Experiment und den wirklich tollen Fotos!

    12 months ago · report as spam
  2. rainboow

    rainboow

    Die bilder sind wirklich total toll :)

    12 months ago · report as spam
  3. sarahandsarah

    sarahandsarah

    Tolle Review und schöne Bilder!

    12 months ago · report as spam
  4. wil6ka

    wil6ka

    sehr clever!

    12 months ago · report as spam

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This is the original article written in: Deutsch. It is also available in: English.