Have an account? Login | New to Lomography? Register | Lab | Current Site:

Kodak Brownie Target Six-20

Diese alte Brownie Kamera wurde von der Eastman Kodak Company in den 1940ern produziert. Sie ist eine simple, aber atemberaubende Kamera die 620 Film braucht, welchen man aber praktisch nirgends mehr findet. Ich konnte diese alte Kamera zum "Laufen" bringen indem ich den üblicheren 120 Film so modifiziert habe, dass er passt. Lies weiter und sieh wie ich das gemacht habe.

Ich habe diese kleine süße Kamera letztes Jahr von einem Händler auf dem Salamanca Market während meinen Ferien in Tasmania, Australien gekauft. Anfangs dachte ich, dass sie einfach gut für die Sammlung und zum Ausstellen ist. Ich nahm sie mit zurück nach Malaysia und probierte sie aus und siehe da, sie funktionierte immer noch einwandfrei.

Unglücklicherweise konnte ich keinen 620 Film in Malaysia finden!
Ich fand aber heraus, dass die 620 Filmspulen die gleiche Länge haben wie die 120 Filme, die man auch viel einfacher kriegt.
Der einzige Unterschied ist, dass der 620 Film eine kleinere, schmalere Rolle im Vergleich zum 120 hat.
Ich verkleinerte die Rolle mit einer Schere und jetzt passt sie gut in meine Brownie.

Sie ist ziemlich schlicht und einfach in der Benutzung, denn alles was man einstellen kann ist eine große oder kleine Blende, Normal- oder Langzeitbelichtung, wie bei der Diana F+. Aber nicht wie die Diana hat die Brownie einen fixierten Fokus der von acht Fuß aufwärts scharfstellen kann. Schieß aus der Hüfte!
Diese Lomoregel kann mit dieser Kamera einfach angewandt werden, dank den zwei brillianten Suchern für Portrait und Landschaftsbilder. Sie hat mich eigentlich “gezwungen” aus der Hüfte zu schießen, weil der Sucher nur funktioniert, wenn man von einer gewissen Distanz hindurchsieht.

Ich wünschte ich könnte euch hier mehr technische Details bringen, aber auch auf der originalen Bedienungsanleitung ist nicht angegeben, was die genaue Belichtungszeit ist und wie groß die beiden Blendeneinstellungen sind. Wenn ich es mir aber so anschaue, würde ich sagen, dass die Belichtungszeit bei etwa 1/100 sek. liegt und die kleine und große Blendeneinstellung bei f/11 und f/16 sein sollten.

Ich habe zwei Rollen Ilford FP4 ISO 125 B&W 120 Film belichtet, jede Rolle mit acht Bildern. Die Bilder sind sehr schön rausgekommen mit leichter Vignettierung in jeder Ecke, Lightleaks waren keine zu sehen. Ich liebe die großen, entwickelten Negative! Ich denke ich muss sie mit einem guten Scanner einscannen, denn die Größe und Auflösung könnte manche moderne DSLR in die Knie zwingen. ;)

Nebenbei ist es aber auch schwierig ein Fotolabor zu finden, dass meine 120 Negative scannen kann.
So habe ich einen weniger effizienten Weg entdeckt meine Negative zu Hause zu scannen. Alles was ich brauchte war ein Laptop, eine Digitalkamera und etwas Klebeband. Zum “Scannen” öffnete ich eine neue weisse Seite, eine Notiz zum Beispiel. Danach stellte ich die höchste Helligkeitsstufe vom Bildschirm ein, klebte die Negative auf den Bildschirm und lichtete sie ab mit meiner Canon EOS 50D.
Zum Stabilisieren nahm ich ein Stativ. Dann musste ich die Bilder nur noch auf den Computer laden und in Photoshop bearbeiten.

Tadaa… das sind meine Bilder! Der einzige Nachteil mit dem Resultat ist, dass man auf jedem Bild ziemlich offensichtlich die einzelnen Pixel sieht. Das kommt davon weil die Negative auf dem Bildschirm “gescannt” worden sind, und somit die Pixel des Bildschirms “mitgescannt” wurden. Ablenkende Pixel oder andere einzelne Störfaktoren? Was immer es auch ist, ich mag es!

written by watttan and translated by daforl

1 comment

  1. fotofreak_ronny

    fotofreak_ronny

    verdammt umständlicher weg, seine negative zu scannen. qualität lässt dadurch auch verdammt nach

    over 3 years ago · report as spam

Read this article in another language

The original version of this article is written in: English. It is also available in: Italiano.