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Infra - Eine Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien in Berlin

Der irische Künstler Richard Mosse setzt sich mit seiner Fotografie- und Videokunst hauptsächlich mit dem Thema Krieg auseinander. Seine Arbeit führte ihn bereits in den Irak und in die Palästinensergebiete im Gaza-Streifen. Zuletzt reiste er in den östlichen Kongo, wo er das andauernde Kriegsgeschehen porträtierte. Dabei griff Mosse für seine Fotos auf einen Infrarot-Film zurück, der ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt wurde. Die im Kongo entstandenen Bilder sind vom 28. September bis zum 21. Oktober im Berliner Künstlerhaus Bethanien zu sehen.

Richard Mosse benutzte für seine eindringlichen Porträts von Rebellen, dem Kriegsgeschehen und der atemberaubenden Landschaft im Kongo den heute nicht mehr verwendeten Infrarot-Farbfilm Kodak Aerochrome, der ursprünglich für die militärische Luftaufklärung entwickelt wurde. Der Film nimmt ein für das Auge nicht sichtbares Spektrum von Infrarotlicht auf, was den Effekt erzielt, dass grüne Landschaften in intensiven Lavendel-, Purpur- und Pinktönen abgebildet werden.

“In den späten 1960er Jahren wurde das Medium von Rockmusikern für die Gestaltung von Plattencovern eingesetzt und avancierte in diesem Zusammenhang nach und nach zur Farbpalette der psychedelischen Erfahrung.”,

heißt es im Ausstellungstext des Künstlerhauses Bethanien über den Kodak Aerochrome. Mosse nutzt diese Wirkung, um seine Bilder zu entfremden. Wir sehen Kindersoldaten oder einen im Gesicht völlig entstellten Veteranen, doch die Infrarotfärbung verleiht der Grausamkeit und Bitterkeit, die diesen Szenen innewohnt, einen surrealen, unwirklichen Ausdruck. Im Kontrast zum Kriegsgeschehen werden uns Bilder der wunderschönen Landschaft des Kongo präsentiert. An anderer Stelle tauchen in dieser purpurnen Kulisse bewaffnete Rebellen auf. Der Künstler ermöglicht dem Betrachter einen Blick auf den Zustand eines Landes, das von Massakern, systematischer sexueller Gewalt und der permanenten Bedrohung durch ständig wechselnde Allianzen der Rebellen bedroht ist, eine Distanz. Dennoch wirken seine Werke gerade durch die Entfremdung sehr eindringlich auf uns.

Mit der Verwendung des Infrarotfilms weicht Mosse von der gebräuchlichen Dokumentarfotogarfie ab:

“Mit Infra offeriert er ein radikales Umdenken hinsichtlich der Frage, wie ein so komplexer Konflikt wie der andauernde Krieg im Kongo beschrieben werden kann.”,

so der Ausstellungstext.

Der 1980 geborene Künstler hatte bereits weltweit zahlreiche Ausstellungen und wird 2013 Irland bei der Biennale von Venedig vertreten.

AUSSTELLUNG
28.09. – 21.10.2012

Künstlerhaus Bethanien
Ausstellungsräume
Kottbusser Straße 10
10999 Berlin

Di – So: 14 – 19 Uhr
Eintritt frei

Weitere Infos:
www.bethanien.de
www.richardmosse.com

written by madame_maron

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