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Ein Tagesausflug in die Elbestadt Magdeburg

Über 700 Fotos habe ich bislang in meinem Lomo-Home mit der Ortsangabe Magdeburg eingestellt. Die Stadt bietet mit Hundertwasserhaus, dem gotischen Dom, dem „Kloster Unser Lieben Frauen“ und vielen anderen Sehenswürdigkeiten mehr als man zunächst vermutet. Für alle, die nicht zu weit von Magdeburg entfernt wohnen, kann man einen Lomo-Walk durch die Altstadt sicherlich für einen Tagesausflug planen.

Ich habe einmal alle Fotos durchgezählt, die ich (basierend auf die Schlagwortsuche) in meiner Geburtsstadt Magdeburg gemacht und in mein Lomo-Home eingestellt habe. Was soll ich sagen: Mit über 700 Bildern nimmt diese Stadt mit Abstand den vordersten Platz meiner fotografierten Lomo-Locations ein. Auch wenn Magdeburg sich in den letzten 25 Jahren sehr verändert hat, ist sie mir in den letzten zwei Jahren als Fotoobjekt wieder ans Herz gewachsen. Dieser Zeitraum deckt sich dann auch mit meiner aktiven Phase in der Lomography Community. Durch die analoge Fotografie fand ich wieder den Spaß an meinem Hobby „Fotografie“ und wende mich vermehrt dem Vertrautem als Fotoobjekt zu. Und das finde ich in Magdeburg und möchte diese Stadt auch als Ziel eines lomographischen Tagesausfluges empfehlen.
Für alle, die mit einem Auto anreisen, ist die Stadt Magdeburg gut zu erreichen. An der A2 zwischen Hannover und Berlin gelegen, fährt man allerdings häufig an der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt vorbei, ohne anzuhalten. Mit dem Zug kommt man auch nach Magdeburg, nur liegt der Teufel hier im Detail: Da die Stadt von der Bundesbahn faktisch komplett vom ICE-Netz abgekoppelt wurde, kommt man zwar noch gut nach Magdeburg, sollte man die Stadt aber dann verlassen wollen, muss man häufig in Braunschweig, Hannover oder Halle umsteigen, wo dann die Anschlusszüge oft weg sind.
Möchte man sich im Vorfeld ein wenig über Magdeburg informieren, kann ich den Wikipedia-Eintrag durchaus empfehlen, da er recht umfangreich ist und auch viele geschichtliche Fragen beantwortet.
Nun aber zum Thema. Ich beginne meine Fototouren oft am Bahnhof und möchte das auch in diesem Artikel tun. Der Bahnhofsvorplatz bietet für aufmerksame Beobachter sicherlich die ersten interessanten Fotoobjekte, auch wenn man ein wenig suchen muss. Das Bahnhofsgebäude ist sicher eine erste Aufnahme wert. Gegenüber dem Bahnhofsgebäude findet man einen der vielen betonierten Einkaufstempel (City Carré). Sicherlich bietet aber auch dieses Gebäude für den Lomografen das eine oder andere Motiv. Je nach Lust, Laune und Wetter kann man an diesem Gebäude vorübergehen oder auch hindurch, um zum ersten richtigen Ziel unseres lomographischen Magdeburgbesuches zu schreiten.

Wir wenden unsere Schritte in Richtung Leiterstraße, die sicher auch nicht zu den schönsten Stellen Magdeburgs gehört. Sie zeigt aber recht anschaulich, was in der DDR der 80er Jahre unter modernem Städtebau verstanden wurde. Die Leiterstraße ist dann auch Magdeburgs einzige reine Fußgängerzone. Interessant ist der Brunnen im Innenhof der Straße.

Haben wir die Leiterstraße in Richtung Breiten Weg durchquert, fällt der Blick auf eines der bekanntesten Bauwerke in Magdeburg. Friedensreich Hundertwasser gab der Stadt Magdeburg sein letztes Projekt, die „Grüne Zitadelle“. Als das Gebäude im Jahr 2005 fertiggestellt wurde, war ich mir noch nicht sicher, ob ich es schön finde. Zumindest ist es interessant und auch ich habe es bereits häufig fotografiert. Ich denke, dass es auf alle Fälle ein Magnet für Magdeburg ist und beim ersten Lomoausflug nicht fehlen sollte. Hier kann man sicherlich einen kompletten Film füllen, ohne auch nur ansatzweise die Unmenge an Formen zu erfassen. An diesem Haus findet man alles, außer gerade Linien.

Nun aber weiter. Wir durchqueren die „Grüne Zitadelle“ (Hundertwasserhaus) durch einen der verwinkelten Durchgänge in Richtung Domplatz, um den Magdeburger Dom zu bestaunen. Wir stehen vor dem laut Wikipedia ältesten gotischen Bauwerk auf deutschem Boden! Dass der Dom nicht zum Weltkulturerbe zählt, schuldet er hauptsächlich seinen Fenstern. Die originale Verglasung ging zwar nicht ausschließlich durch die Bombardierung im 2. Weltkrieg verloren, überstand aber die „sichere Lagerung“ zum Schutz vor den Bombenangriffen nicht. Somit sind heute keine bunten Fensterornamente mehr zu bewundern. Eine intensive fotografische Erschließung ist das ehrwürdige Bauwerk trotzdem wert. Die Pechspeier finde ich immer wieder beeindruckend. Auch im für Besucher zugänglichen Kreuzgang sollte man die Kamera zücken.

Über den Dom könnte man noch viel berichten, aber ich möchte meinen Rundgang nun fortsetzen.
Wir gehen an der Nordseite des Doms auf dem Domplatz Richtung Elbe (östlich) und queren zunächst den Fürstenwall. Dort können wir oberhalb der alten Festungsanlagen bis zur Elbe gehen und haben einen Blick auf die Hubbrücke, die ein interessantes technisches Denkmal darstellt.

Auf der anderen Seite der Elbe befindet sich das Landesfunkhaus des MDR.

Der Lomograph kann nun entscheiden, ob er den Fürstenwall entlang oder direkt an der Elbe sich in Richtung Norden zum Kloster unser Lieben Frauen wenden möchte. Der nächste Halt sollte auf alle Fälle das romanische Kloster sein, da es zu den ältesten in Magdeburg erhaltenen Bauwerken zu rechnen ist.

Nun kann man sich weiter Richtung Norden wenden und im Einkaufstempel „Alleecenter Magdeburg“ (gehört zu den optisch unattraktivsten Bauten der letzten Jahre) einkehren. Sollte man ein Freund des Schnellimbiss sein, bietet MC D… Visavis „gepflegte Gastronomie“.
Jetzt steht noch ein Abstecher zum Marktplatz mit dem Rathaus sowie zur Johanneskirche auf dem Plan.

Sicherlich gibt es in Magdeburg noch viel mehr zu bestaunen, aber für einen ersten Tagesausflug sollte die Tour reichen. Wie bei allen mittelalterlichen Städten liegen die „Alten“ Sehenswürdigkeiten recht dicht beieinander und sind alle gut zu Fuß erreichbar.
Nun kann man über die „Ernst-Reuter-Allee“ wieder zurück zum Bahnhof zurückgehen.
Mit hoffentlich reicher Fotoausbeute kann der Lomonaut nun die Rückreise antreten und sollte sich vornehmen, Magdeburg wieder einmal zu besuchen.
Wenn jemand von euch Interesse an der Stadt bekommen sollte, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn wir einen gemeinsamen Lomo-Walk in meiner Geburtsstadt unternehmen könnten.
Schreibt einfach in die Kommentarzeile dieses Beitrages.
Viel Spaß wünscht Euch

fotohelmut.

written by fotohelmut

3 comments

  1. schugger

    schugger

    ...sollte ich es irgendwann mal nach Magdeburg schaffen, dann werde ich sehr gerne dein Angebot für einen gemeinsamen Lomowalk annehmen. Das Gleiche gilt, falls du dich mal nach Köln verirren solltest - ich weiß zwar nicht so gut Bescheid über meine Heimatstadt wie du über deine, aber gemeinsame Entdeckertouren könnten ja auch sehr interessant sein :-)

    4 months ago · report as spam
  2. fotohelmut

    fotohelmut

    Vielen Dank an @davidwpunkt, @zonderbar und @schugger für die Likes.

    Vielen Dank für das nette Angebot @schugger. Köln steht bei mir sicher auch mit auf dem Plan. Vielleicht kann ich mich dieses Jahr mal wieder dazu durchringen, zur Photokina zu fahren. Das wäre ja ein gegebener Anlass.

    4 months ago · report as spam
  3. schugger

    schugger

    @fotohelmut - Stimmt, Photokina wäre ein wirklich dem Thema angemessener Anlass Köln zu besuchen ;-) Na dann warte ich mal auf September :-)

    4 months ago · report as spam

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