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Vasamuseet (Das Vasa-Museum) Stockholm, Schweden

Es gibt viele großartige Museen in Stockholm, aber das, welches mich am meisten begeistert ist das Vasa-Museum. Die faszinierende Geschichte dieses Museums beginnt vor mehr als 380 Jahren ...

Vasa ist der Name eines Kriegsschiffes, das im Jahr 1628 für den König Gustav II Adolf in Stockholm gebaut wurde. Es wurden ungefähr 1000 Eichen für den Bau verwendet. Es ist 69 Meter lang, 12 Meter breit und am höchsten Punkt misst es 58 Meter. Dieses Schiff zu bauen war für die damalige Zeit ein ziemlich ambitioniertes Projekt.

Als der Korpus der Vasa fertiggestellt war, entschied der König, dass ein Kanonendeck nicht genug sei. Er wollte seine Feinde in jedem Fall übertrumpfen und befahl ein zweites Kanonendeck oben drauf zu bauen.
Der Schiffskiel war für das zusätzliche Gewicht jedoch gar nicht ausgelegt und so war die Katastrophe unausweichlich.

Bereits auf der Jungfernfahrt, etwa zwanzig Minuten nach Verlassen des Stockholmer Hafens, kam ein starker Wind auf und brachte die Vasa zum Kentern. Sie sank und viele Menschen starben.

Über 300 Jahre später machte sich ein Ärchäologe namens Anders Franzén auf die Suche nach dem Wrack. Es dauerte fünf Jahre, bis er es schließlich fand. Er machte eine erstaunliche Entdeckung. Das Schiff war aufgrund einer für die Konservierung günstigen Meeresströmung ungewöhnlich gut erhalten. Sogar so gut, dass man es für möglich hielt, es in einem Stück zu bergen.

Es vergingen weitere sechs Jahre in denen die Vasa unterwasser repariert und für die Bergung vorbereitet wurde. Schießlich konnte sie tatsächlich in einem Stück wieder an die Oberfläche gebracht werden. Sie war sogar noch seetauglich und wurde einfach mit Schleppern zur nahgelegenen Insel Djurgården gezogen. Dort wurde anschließend das Museum um das Schiff herum gebaut.

Doch warum erzähle ich das alles, wenn es in diesem Text doch eigentlich nur um das Museum gehen soll?

Weil ich glaube, dass man, ohne die Geschichte rund um das Museum und auch das Schiff zu kennen, die Magie dieses besonderen Ortes nicht erfassen kann. Einige Besucher betreten das Museum und sind enttäuscht, weil alles, was sie sehen, ein großes hölzernes Boot ist. Für mich aber war es wie eine Zeitreise. Der Gedanke, dass dieses Schiff auf den Grund des Meeres gesunken war und 300 Jahre später in unsere Welt zurückkehrte als ob nichts gewesen wäre, fasziniert mich auch noch Monate nach meinem Besuch im Vasa-Museum.

Aber für uns Lomographen hat es noch mehr zu bieten: großartige Fotomotive!

Das Gute ist, dass man wirklich nah an das Schiff herankommt. Das Museum hat drei Etagen, sodass man eine gute Sicht auf den Kiel, die Flanken und das Deck der aufwändig verzierten Vasa bekommt. Fotografieren ist erlaubt und sogar Blitzen scheint kein Problem zu sein. Außer dem Schiff findet man im Museum diverse Miniaturmodelle, Gemälde, Rekonstruktionen verschiedener Schiffsbauteile und sogar Skelette von Menschen, die auf dem Schiff umkamen. Unbedingt empfehlen möchte ich auch sich im Kinosaal den Film anzusehen, der die Geschichte der Vasa und ihrer spektakulären Wiederentdeckung erzählt.

Also, wenn ihr mal nach Stockholm fahren solltet, plant unbedingt einen Besuch im Vasa-Museum ein und vergesst nicht eure liebste Lomokamera, ein Stativ (!) und einen Blitz eurer Wahl mitzunehmen. Ich glaube, es wird euch gefallen.

Ach übrigens: Ich würde gern mal ein paar Horizon-Bilder von der Vasa sehen!

1 comment

  1. vintaprint

    Den ersten Kontakt mit der Waasa hatte ich durch einen Beitrag in den Fernsehnachrichten, man berichtetet über den Fund. Später kam immer wieder mal etwas über die Waasa im Fernsehen, mal über die geplante Bergung halt lauter kleine Schnippsel die mich nie sonderlich interessiert haben. Jahre danach stand fand ich mich in Stockholm in einer Schlange stehend vor der ausgestellten Waasa wieder. Museum nannte man es damals noch nicht, diese gigantische Schiff stand in einem Trockendock umgeben von einem Laufgerüst für die Besucher umhüllt mit Kilometer langen Schläuchen aus derem Ende die Salzlösung zum konservieren in einem fein Sprühnebel austrat. Umgeben war das Trockendock von einer Wellblechhalle die das Schiff gerade aufnahm. Es war eng, feucht und heiß in dieser "Hundehütte". Auf Infotafeln wurde über den provosorischen Zustand informiert, die noch Jahre andauerende Konservierung und das geplante Museum. Der Bau und die Eröffnung des Museums ging an mir vor bei. Viele Jahre später in Stockholm sah ich den Bau aus der Ferne und fragte einen Pasannten nach der markannten Form. Stolz berichtete er von Waasa Museet und empfahl es unbedingt zu besichtigen, auch bei wenig Zeit und schönen Wetter. Wir sind am anderen Morgen hin, sie fand den Bau beeindruckend und ich war neugierig darauf was aus der Blechhütte geworden ist. Wir waren tief beeindruckt, es ist so als ob man die Waasa auf dem Meeresgrund liegend besucht. Ich habe bis heute keine Ausstellung gesehen die so gut auf das Ausstellungsstück eingeht. Wir sind damals zwischen 10 und 11Uhr ins Museum und irgendwann zwischen 17 und 18Uhr wieder raus. Wir hatten danach das Gefühl von einem langen Tauchgang zurückgekehrt zu sein und die ganze Zeit im Wasser verbracht zu haben. Stockholm ist eine sehr schöne Stadt in der viel zu sehen gibt. Fragt mich jemand nach einem Platz den man in Stockholm unbedingt gesehen habe sollte gebe ich den Ratschlag des freundlichen Stockholmers weiter. Die Waasa ist meiner Meinung nach unbedingtes Muß.

    24 days ago · report as spam

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The original version of this article is written in: English.