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Dyrholæy

Wer einmal einen wirklich magischen Ort besuchen möchte, sollte sich auf den Weg zum Felsentor Dyrholæy machen. An einem der schönsten Strände der Welt kann man die raue, isländische Natur hautnah erleben.

Reynisdrangar

Bei unserem letzten Besuch in Dyrholæy und Vík im September hatten wir wirklich Pech – es regnete in Strömen, und wir konnten gar nichts erkennen. Alleine, der Versuch, aus dem Auto auszusteigen, bescherte uns einen Tag lang feuchte Wanderschuhe. Dieses Mal, im rauen Januar, hatten wir mehr Glück. Der Wind war zwar eisig kalt, aber das Wetter trocken – wenn man nicht gerade “Fang mich” mit dem Meer spielt.

Wir bogen von der Ringstraße in Richtung Dyrholæy ab, und folgten der Straße bis zu einer kleinen Gabelung. Da der Weg nach rechts ganz besonders holperig aussah, entschieden wir uns für den linken Weg, und fuhren bis zu einem Parkplatz. Von dem Parkplatz folgten wir zuerst einem kleinen Weg runter zum Strand. Die abgeschliffenen Steine knarzten unter unseren Füßen, und in den Felsen, die den kleinen Strand begrenzten, sahen wir schöne Basaltformationen. Vorsicht war geboten, wenn man sich zu nah ans Wasser traute – im nächsten Moment kam eine große Welle angespült, und man musste die Beine in die Hand nehmen! Zum Glück merkten wir das recht schnell, und konnten die Füße trocken halten. Hinter uns kam ein Touristenpärchen an den Strand geschlendert, und wagte es, dem Wasser für einen Moment den Rücken zuzudrehen. Klatsch! Die nächste Welle kam, und sie standen fast bis zu den Knien im Wasser, panisch kreischend und hysterisch lachend. Das war wahrscheinlich ganz schön kalt!

Später kletterten wir auf den Felsen herum, mit Ausblick auf die Felsgruppe Reynisdrangar, die wie steinerne Finger aus dem Wasser ragen. Der höchste Felsen der Reynisdranger ist 66 m hoch. Auf das Felsentor hatten wir leider nicht so einen guten Ausblick, und waren schon ein bisschen enttäuscht, aber die tollen Felsklippen und die tosenden Wellen entschädigten uns dafür. Ich versuchte ein paar Langzeitbelichtungen mit ND-Filter und Stativ, musste aber hinterher feststellen, dass ich bei dem starken Wind das Stativ kaum ruhig gehalten habe – alles verwackelt!

Auf der anderen Klippe sahen wir einen Leuchtturm, und so setzten wir uns wieder ins Auto, und folgten dem holperigen Weg, den wir zuerst gemieden hatten. Es ging in Kurven steil den Berg hoch, aber unser kleines Auto hat brav mitgemacht. Oben angekommen, gab es einen Parkplatz direkt vor dem Leuchtturm, bei dem ich mich wegen der Steigung dreimal versicherte, dass die Handbremse auch wirklich angezogen und der Gang eingelegt war. Der Leuchtturm ist ein ganz besonderes Schmuckstück. Klein, und weiß, mit einer roten Lampe. Von dort oben erstreckt sich eine fantastische Aussicht über den Strand. Im Sommer wimmelt es wahrscheinlich nur so von Papageientauchern, die die Gegend aber im August verlassen, und erst Ende Mai wiederkommen. Nachdem wir den Leuchtturm halb umrundet hatten, eine freudige Überraschung: ein fantastischer Blick auf das Felsentor!

Schweren Herzens trennten wir uns von diesem magischen Ort, doch der Hunger zog uns nach Vík. Das kleine Restaurant, das uns im September so gut gefallen hatte, war natürlich geschlossen. Aber einen Burger und Fritten bekamen wir allemal, und danach stöberten wir noch in einem netten Souvenirgeschäft, bevor wir uns auf den Rückweg nach Reykjavík machten.

Informationen aus dem Lonely Planet

Kirche in Vík mit Reynisdrangar im Hintergrund

written by shoujoai

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