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Osterweddingen im Sülzetal / Sachsen-Anhalt

Beschreibung eines Bördedorfes südwestlich von Magdeburg.

Foto von fotohelmut

Ich wohne ich einem Bördedorf südwestlich von Magdeburg. Das Dörfchen trägt den Namen Osterweddingen und ist Teil der Gemeinde Sülzetal. Mit der Börde werden in erster Linie Äcker assoziiert, schließlich ist der Bördeboden einer der besten in Deutschland und wohl auch in Europa. Das prägt unsere Landschaft. Ich persönlich mag eigentlich Wald, Seen und Wasser, und mache auf der Suche nach schönen Dingen gern ausgedehnte Radtouren um meinen Wohnort herum. Dabei habe ich grundsätzlich eine Kamera; seit etwa drei Jahren ist das immer häufiger eine mit Film geladene Analogkamera.
Nun zu den fotografischen Highlights meines Bördedorfes. Das Foto des Tages vom 
6. Februar 2013 zeigt eine Brücke über eine Wasserwirtschaftliche Anlage genau an der Zufahrt zu unserem Wohngebiet. Die Straßenentwässerung erfolgt bei uns über ein System von Biotopen, die untereinander meist unterirdisch verbunden sind. Ich als „Wasserliebhaber“ bin natürlich froh darüber, durch diesen Umstand in unserer Gemeinde viel mehr Wasserflächen als sonst in der Börde vorzufinden. Allerdings kann man außer Anschauen die Gewässer nicht anderweitig nutzen. Aber das ist für einen Fotofreund ja auch das Wichtigste.

In Osterweddingen gibt es eine Grundschule, einen Kindergarten, etwas mehr als 2000 Einwohner, einen kleinen Bäckerladen, ein Blumengeschäft, einige kleine Gaststätten und sogar zwei Hotels. Im Monat Januar diesen Jahres zog ich dann bei Sonnenschein mit einem Rollei Redbird 400 in einer Werra los, um mit Redscale die Winterstimmung in warmen Tönen einzufangen. Leider gibt es derzeit keinen Redscale bei Lomo, wodurch ich zum Rollei greifen musste. Als ich im vergangenen Jahr erstmalig Resultate dieses Films in den Händen hielt, war ich ihm sofort verfallen. Für meinen Heimatort kam also auch nur ein Redscale in Frage.
Mein kleiner Rundgang durchs Dorf führt uns zuerst auf dem Weg entlang, den mein Sohn auch immer zur Schule geht. Vorbei an unseren Ententeich, der auch ein wie oben beschriebenes Biotop ist, steuere ich die Kirche an. Auf dem Weg dahin komme ich an unseren ehemaligen „Konsum“ (Frischmarkt) vorbei, der leider seine Türen schließen musste. Als letztes „Lädchen“ blieb uns dann noch das Bäckereigeschäft, in dem es leckere Brötchen und sehr gutes Brot gibt. Den Aldi-Laden im Gewerbegebiet möchte ich mal nicht mitzählen, da das wohl nicht typisch dörflich ist.

Auf dem Kirchhof kann man gerade im Winter sehr schöne Motive entdecken. Überhaupt fotografiere ich in meinem Heimatort lieber im Winter, kann aber nicht genau sagen, warum das so ist. Die Kirche hat einen mittelalterlichen Querturm, wobei ich nicht genau weiß, ob das jetzt typisch für unseren Landstrich ist. Wenn ich einmal in Fotografierlaune bin, mag ich meist mehr die Detailansichten. So kann ich immer wieder neue Seiten eines Objektes entdecken. Das ist für die Fotografie in der Börde auch wichtig, da man sonst Gefahr läuft in der monotonen Landschaft die vermeintlich wenigen schönen Motive zu übersehen.

Die Schwarz-Weiß-Fotos zeigen die winterliche Landschaft zur Zeit der Jahreswende 2010/2011. Zu diesem Zeitpunkt musste ich unbedingt meine neue Museeumskamera (Praktica Mat) ausprobieren und war mit dem ersten Film zufrieden. Ich habe mich voll auf die Belichtungsautomatik verlassen und war doch sehr überrascht, wie viele brauchbare Negative dabei heraussprangen. Na gut, der Ilford XP2 ist auch einer der genügsamsten Filme und hat wohl auch einen der größten Belichtungsspielräume. Aber warum soll man die Eigenschaften der Filmmaterialien nicht ausnutzen?

Die dritte Fotosequenz ist mit einer Mamiya C330 auf Fujichrom Provia entstanden. Der Diafilm wurde als Negativfilm entwickelt und zeigt so die Farben des Winters in aller „Kälte“. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich einen Diafilm noch nie so derartig „falsch“ behandelt und war über die Ergebnisse auch hier sehr erfreut. Stellt der Redscale den Winter warm dar, kann man mit dem Diafilm als Negativ entwickelt genau die gegenteilige Wirkung erzielen.

Sicher werden diese Bilder nicht die Letzten aus Osterweddingen im Sülzetal sein, denn es gibt noch viele andere Kameras zum Ausprobieren. Wahrscheinlich werden die nächsten Bilder mit der Diana Multi Pinhole gemacht, wenn ich meinen ersten Film aus dem Labor zurückbekomme und sehen kann, wie in diesem Fotoapparat ein Redscale kommt.

written by fotohelmut

1 comment

  1. knipsomat

    knipsomat

    Fast so schön wie in Thüringen ;p

    over 1 year ago · report as spam

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