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Icelandic Farm Holidays Tag 3 Stopp 2: Hengifoss am Lagarfljót See

Ein Besuch im größten Wald Islands, entlang des Lagarfljót Sees in dem das Seeungeheuer schlummert, zum nächsten Wasserfall in Begleitung von einigen Schafen. Der Besuch des Hengifoss erfordert zwar einen ganz schönen Fußmarsch, aber das ist er definitiv wert!

Foto von shoujoai

Da wir noch keinen längeren Stopp gemacht hatten, kamen wir ziemlich früh am Hotel an. Dort begrüßte uns erstmal eine neugierige Schar Hühner, und da Hühner meine Lieblingstiere sind, habe ich mich ganz besonders gefreut und ein paar Fotos gemacht.

Dann fuhren wir zum Lagarfljót See, in dem der Legende zu Folge der Lagarfljót-Wurm lebt, ein Seeungeheuer wie das Monster von Loch Ness. So sehr wir aber auch den See abgesucht haben, es hat sich an dem Tag nicht blicken lassen. Auf dem Weg zum See kamen wir durch Islands größten Wald. In einem Witz heißt es “Wenn du dich in Island im Wald verirrst musst du nur aufstehen” – was wohl auf die kleinen Bäume anspielt. Und es stimmt, Bäume hatten wir bisher nicht allzu viele gesehen, vielleicht ein paar in Kirkjubæjarklaustur. So klein war der Wald auch gar nicht, wenn man ihn allerdings mit einem richtigen, mitteleuropäischen Wald vergleicht, schneidet er wohl nicht ganz so gut ab.

Lagarfljót See ohne Wurm

Den Tipp, zum Hengifoss zu fahren, hatte ich vor dem Urlaub von einem Arbeitskollegen bekommen, denn eigentlich war das auf unserer Reiseroute nicht eingeplant. Aber mit unserer Affinität zu Wasserfällen konnten wir natürlich wieder nicht genug kriegen! Wir fuhren also über die Straße, die über den Lagarfljót See führt, stellten unser Auto auf einem Parkplatz ab, und machten uns an den Aufstieg zum Hengifoss.

Es ging los mit einer Holztreppe, dann öffneten wir ein Gatter, um auf die Schafweide zu gelangen, und später noch eins, und machten uns an den beschwerlichen Aufstieg (beschwerlich zumindest für ungeübte, konditionslose Touris wie uns). Unterwegs sahen wir immer mal wieder ein paar isländische Schafe von weitem, die uns aber nie zu nahe kamen, sondern sich dezent in die Gegenrichtung davongrasten.

Nach einer Weile kamen wir an den ersten Wasserfall, Litlanesfoss. Der sah schon toll aus, besonders durch die Basaltsäulen, und wir machten einige Fotos, doch waren wir noch nicht am Ziel angekommen. Mit uns unterwegs ein paar andere Touristen, die uns ab und an überholten. Je näher wir dem Hengifoss kamen, desto schwieriger wurde der Weg. Irgendwann kamen wir an einen unbefestigten Pfad entlang eines schlammigen Abhangs, doch wollten wir so kurz vor dem Ziel nicht aufhören, und hangelten uns vorwärts. Dann mussten wir von einem Steinchen zum anderen springen, um den Fluss entlang zu kommen, der sich über den ganzen Weg ausbreitete. Nachdem wir den Weg überwunden hatten, und kurz vorm Hengifoss standen, die Überraschung: die Schafe warteten schon längst auf uns, und uns beschlich der Verdacht, dass es sich wahrscheinlich eher um heimliche Gebirgsziegen mit Superkletterkräften handelt.

Der Hengifoss war wirklich ein toller Wasserfall. Die anderen Touristen schienen wir bis auf einen an dem Schlammpfad abgehängt zu haben, und der ging auch bald wieder, so dass wir den Platz für uns alleine hatten (Schafe ausgeschlossen, aber die halten ja sowieso immer Sicherheitsabstand). An dem klaren Wasser füllten wir unsere Trinkflaschen auf, und bewunderten die tollen Gesteinsschichten.

So langsam packte uns der Hunger, und die Müsliriegel gingen mal wieder aus, weswegen wir uns an einen schnellen Abstieg machten. Auf dem Weg wieder die Schafe, die panisch losrannten, als sie merkten, dass wir ihnen auf den Spuren waren.

Wir wollten uns einen Kaffee und einen kleinen Snack im Klausterkaffi gönnen, das leider schon zu hatte. Also fuhren wir in den nahgelegenen Ort Hallormsstaður, und aßen dort in einem Hotel.

written by shoujoai

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