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Reykjavik Teil 10: die Insel Viðey

Direkt vor Reykjavik liegt die kleine Insel Viðey, die regelmäßig von einer kleinen Fähre angefahren wird. Dort steht auch der Imagine Peace Tower, der von Yoko Ono als Denkmal für John Lennon errichtet wurde.

Foto von shoujoai

Vor der Abreise nach Island schaute ich mir die Lomolocations an, die schon geschrieben wurden. Dabei gefiel mir am besten die von lighthouse_keeperess über die unbewohnte Insel Viðey. Die Insel scheint zu jeder Jahreszeit ihren besonderen Charme zu haben. Zum Schwarzkümmel suchen und Vögel beobachten waren wir zu spät, und für die leuchtende Lichtsäule des Imagine Peace Towers zu früh – wie würde Viðey Mitte September wohl aussehen?

Foto von shoujoai

Die Fähre fährt jede Stunde vom Hafen aus ab, und kostet hin und zurück 1000ISK. Wir liefen morgens zum Busbahnhof, und nahmen die Linie 5 bis zur Haltestelle Heðinsgata. Die Hafengegend, in der wir ankamen, wirkte fast völlig verlassen. Es gab eine kleine Hütte zum Fahrkartenverkauf neben einem Steg mit einem kleinen Schiff. Und ganz dezent im Hintergrund ein riesiges Kreuzfahrtschiff, welches anscheinend darauf wartete, dass die Passagiere von ihrer Reykjavik-Tagestour wiederkamen.

Foto von shoujoai

Beim Fahrkartenkauf bekamen wir eine Karte von der Insel dazu, wo alle Spazierwege eingezeichnet waren. Dazu stand an jedem Weg dran, wie viele Minuten man etwa brauchen würde. Als das Boot übersetzte, war außer uns noch eine andere Passagierin an Bord. Die Überfahrt dauerte keine 10 Minuten. Als wir ankamen, nieselte es leicht und wir waren froh über unsere Regenkleidung. Wir liefen den Weg von der Fähranlegestelle hoch zu dem Häuschen mit dem Restaurant drin, und gingen dann nach links.

Wir hatten zwar nur ein paar Stunden Zeit bis zur letzten Fähre, wollten aber so viel von der Insel sehen wie möglich. Sobald das Kaffeehaus hinter dem Hügel verschwand, fühlten wir uns ganz alleine, und begegneten auch tatsächlich keiner Menschenseele mehr. Wir wanderten durch das hohe Gras, dann entlang der Klippen, über den Strand mit dem schwarzen Sand… verweilten alle paar Schritte, um wieder ein Foto von der tollen Natur zu machen. Irgendwann, als wir ganz am südwestlichen Ende der Insel angekommen waren, merkten wir, dass wir einen riesigen Hunger hatten, und kaum noch gehen konnten. Viðey war doch um einiges größer, als wir gedacht hatten! Entkräftet schlichen wir auf den schnellsten Weg durch den immer stärker werdenden Wind zurück, um uns einen Kaffee und einen Snack zu gönnen.

Nachdem wir einigermaßen gestärkt waren, und auch nur noch eine Stunde Zeit bis zur letzten Fähre hatten, nahmen wir den schnellsten Weg zum Imagine Peace Tower. Der Imagine Peace Tower ist ein rundes Ding, auf dem in allen Sprachen “Imagine Peace” steht. Von John Lennons Geburtstag am 9.Oktober bis zu seinem Todestag, dem 8.Dezember, wird eine große Lichtsäule in den Himmel projiziert. Der Rückweg vom Turm war ganz schön schwierig, da es mittlerweile nicht mehr nur leicht nieselte, sondern der reinste Sturm anbrach. Wir kämpften gegen Regen und Gegenwind, und als wir am Steg ankamen, fuhr auch schon kurze Zeit später die Fähre zurück. Das kleine Schiff schwankte ganz schön bei der Überfahrt! Diese Mal war es recht voll, da das ganze Personal vom Kaffeehaus sich mit auf den Weg machte.

Obwohl wir ziemlich geschwächt und voll geregnet waren, war der Besuch auf Viðey ein wirklich tolles Erlebnis! Die Natur dort ist einfach wunderschön, und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Meine Freundin war mit ihrer Nikon gar nicht mehr zu bremsen:

written by shoujoai

2 comments

  1. gepo1303

    gepo1303

    Da will ich auch hin. Tolle Gegend.

    about 1 year ago · report as spam
  2. shoujoai

    shoujoai

    @gepo1303: totale Einsamkeit direkt vor der Stadt. Ein toller Ort!

    about 1 year ago · report as spam

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