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Reykjavik Teil 5: Northern Lights Tour mit Reykjavik Excursion

Was darf bei einem lomo-tastischen Island Besuch auf gar keinen Fall fehlen? Richtig, die Nordlichter! Der Grund, warum wir erst am Ende des Sommers die Insel besuchten, war, dass wir unbedingt einmal Nordlichter gesehen und fotografiert haben wollten. Da lag es nahe, uns einer "Northern Lights Tour" von Reykjavik Excursions anzuschließen.

Foto von shoujoai

Im Touristenbüro in Reykjavik fanden wir jede Menge Infobroschüren zu verschiedenen Ausflügen. In der Broschüre von Reykjavik Excursions gefiel uns besonders die Northern Lights Tour, da man die Möglichkeit hatte, ein zweites Mal teilzunehmen, wenn man beim ersten Mal keine Nordlichter sieht. Die Tour an sich war relativ günstig, etwa 30€ pro Person, und sollte etwa von 22 bis 1 Uhr gehen.

Inbegriffen in die Tour war, wie so oft, ein kostenloser Pick-Up Service am Hotel. Touristen werden anscheinend sehr verwöhnt, oder liegt es einfach nur daran, dass manchmal so schlechtes Wetter ist, dass man kaum einen Fuß vor die Tür setzen will? Glücklicherweise hatten wir uns extra einen fast wolkenlosen Tag ausgesucht, um an der Tour teilzunehmen. Wolkenloser Himmel ist die Grundvoraussetzung, um Zeuge der Nordlichter zu werden.

Das Nordlicht
Das Polarlicht (als Nordlicht am Nordpol wissenschaftlich Aurora borealis, als Südlicht am Südpol Aurora australis) ist eine Leuchterscheinung (genauer ein Elektrometeor), die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten der Erde hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens nördlich 60° nördlicher Breite und südlich 60° südlicher Breite zu beobachten. [Quelle: wikipedia]

Schon vor der Abreise haben wir eine Internetseite gefunden, auf der wir die Intensität der Nordlichter beobachten konnten, um unsere Chancen besser einzuschätzen. Für diesen Tag war Stufe zwei vorhergesagt, worauf wir uns etwa mittelgute Chancen ausrechneten, etwas sehen zu können.

Der kleine Pick-up Minibus war übrigens nur Illusion. Wir waren schon der Meinung, dass es eine gemütliche, kleine Tour werden würden, da hielten wir am BSÍ Busbahnhof, und mussten in einen riesigen Reisebus umsteigen, der bereits halbvoll mit Touristen war, und mit jeden ankommenden Minibus immer voller wurde. Massenabfertigung – das erklärte wohl, warum der Preis für die Tour relativ günstig war. Aber auch sowas muss man als Tourist vielleicht mal mitgemacht haben.

Foto von shoujoai

Kurz nach 22 Uhr fuhren wir los, das Licht im Bus wurde gelöscht, und vorne erzählte uns der Reiseleiter mit Vielen Äh’s und ruhiger Stimme von dem Phänomen der Aurora Borrelais. Nach einer Weile verschwanden auch die Lichter am Straßenrand, und bis auf ein paar leuchtende Handys und Digitalkameras um uns rum, war es fast dunkel.

Unser Ziel war der Þingvellir National Park, doch bereits auf dem weg dorthin konnten wir das erste Grün am Himmel erkennen. Der Bus hielt an einem Rastplatz, und aufgeregt drängte die Meute nach draußen, ungeduldig mit ihren Kompaktkameras in die Luft blitzend (jaja, der Automatikmodus…). Auch wir stellten hektisch unsere Stative auf, und drückten die Auslöser, bis uns in der Kälte fast die Finger abfielen (trotz Handschuhe).

Aber wenn man dem Phänomen Aurora Borrealis gegenübersteht, sollte man für einen Moment den Fotoapperat beiseitelassen, die Menschenmenge ausblenden, und einfach nur den Himmel ansehen. Die Dunkelheit in Island ist viel schwärzer als man es sonst kennt, da weit und breit kein künstliches Licht zu sehen ist. Die Sterne leuchten ganz stark und intensiv, und das Nordlicht zog sich in einem breiten grünen Streifen von West nach Ost. Zwischendurch wurde der Streifen stärker und schwächer, und an einigen Stellen tanzte das Licht über den Himmel. Auch als wir wieder in den Bus einstiegen, konnten wir unsere Augen nicht von dem Phänomen loslösen.

Der nächste Halt war, wie geplant, in Þingvellir. Dort gab es auch Toiletten, und wer fror, konnte sich im Bus wieder aufwärmen. Nach Þingvellir ging es mit einem etwas kürzeren Zwischenstopp an einem anderen Rastplatz wieder zurück nach Reykjavik. Dort setzte der Bus einen nach dem anderen am Hotel ab, und wir fielen todmüde und durchgefroren ins Bett.

Wir nahmen uns fest vor, später auf unserer Tour das Nordlicht nochmal alleine zu genießen, ohne aufgeregte Touristenmeute um uns herum – aber das Wetter oder unsere Müdigkeit machte uns leider (bis auf einmal) einen Strich durch die Rechnung. Daher waren wir trotz allem froh, dass wir die Chance bei gutem Wetter genutzt hatten, um bei Reykjavik Excursions mitzufahren.

Die Bilder sind alle sehr schwach geworden, als Stadtbewohner fiel es mir schwer, die Dunkelheit richtig einzuschätzen. Besser wäre es gewesen, einen 800 ISO Film zu benutzen, und verschiedene, möglichst lange Belichtungen mit weit offener Blende auszuprobieren.

Die Tour findet übrigens nur statt, wenn wirklich Chancen bestehen, das Nordlicht zu sehen. Deswegen sollte man kurz vor Beginn der Tour noch einmal anrufen, um sicherzustellen, dass sie auch wirklich stattfindet. Sollte sie ausfallen, kann man am nächsten Tag das Ticket im Reisebüro umbuchen, oder sich das Geld zurückerstatten lassen. Es ist auch möglich, kurz vor Beginn der Tour ein Ticket direkt am BSÍ Busbahnhof zu kaufen.

written by shoujoai

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