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Ulaanbaatar, die hässliche Schönheit

Die Hauptstadt des am spärlichsten besiedelten Landes der Welt.

Der beste Weg, die mongolischen Hauptstadt zu erreichen, ist mit dem Zug.
Von der dreissigstündigen Zugfahrt verschläft man maximal drei, den Rest der Zeit verbringt man damit, ungläubig aus dem Fenster zu starren auf eine Landschaft, die aussieht, als ob noch nie ein Mensch sie betreten hätte.

Wenn man von einer Großstadt wie Beijing kommt mit all den Menschen und der Luftverschmutzung, ist die plötzliche Leere der Nomadenregion (wo die Unberührtheit der Natur wie Religion gehandhabt wird) wie ein Schlag ins Gesicht.

Ulaanbaatar (“roter Held”) ist keine wirklich schöne oder majestätische Stadt.
Sie ist das Resultat eines Versuches der Russen während der Sowjetära, die Nomaden seßhaft zu machen (die Mongolei wurde erst 1990 eine Demokratie).
Die Schönheit von Ulaanbaatar findet man in den Museen, Tempeln und Denkmälern der Stadt.

Das Museum für Naturkunde beherbergt viele einzigartige Fossilien des Landes und sogar Eier eines Dinosauriers von der archäologischen Ausgrabungsstätte Bayan Zag im Süden.
Das Kunstmuseum Zanabazar bietet viele verschiedene Beispiele der mongolischen Malerei, die Mehrheit der Werke stammen von dem berühmtesten Künstler des Landes, Undur Gegeen Zanabazar, eine religiöse Figur und direkter Nachfolger Dschingis Khans.

Das Glanzstück des Museums für Kunstgeschichte ist ein Gang voller traditioneller mongolischer Kleidung aus allen Teilen des Landes. Der Choijin Llama Tempel (auch Tempel des Friedens genannt paradoxerweise, da er verziert ist mit Bilder der Hölle, Folter und ewiger Verdammnis) bietet für jedermann freie Mini-Konzerte des traditionellen “Khoomei” (Kehlgesang).

Die Gedenkstätte der Opfer politischer Verfolgung (zu finden im Haus des hingerichteten Präsidenten Peljidiin Genden) erzählt die Geschichte der begangenen Gräueltaten während der stalinistischen Säuberung in der Sowjetära. Man sollte auch nicht das Zaisan Denkmal, den Schwarzmarkt oder Herrn Z. Tumen-Ulzii’s bizarres aber wundervolles Museum des Wissens verpassen sowie vieles, vieles weitere…

Ich könnte Seite um Seite füllen über diesen wunderschön hässlichen Ort, der so leicht übersehen wird. Nimm einfach ein Khuushuur (eine Art Fleischklösschen) und ein Glas Milchtee und sieh selbst…

written by bensozia and translated by sandkorn

1 comment

  1. shoujoai

    shoujoai

    ...so schöne Bilder <3

    over 4 years ago · report as spam

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The original version of this article is written in: English.