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Die Reeperbahn und der Kiez
written by graefin on September 26th, 2009 ()

Hier gibt es Clubs, Gaststätten, Theater wie das Schmidt Theater, St.Pauli Theater oder das Operettenhaus (wo Musicals wie “Cats”, dann “Mamma Mia” und momentan “Ich war noch niemals in New York” laufen), Bars und natürlich Sex-Shops und Videotheken. Das Vergnügungsviertel beschränkt sich dabei nicht nur auf die Straße “Reeperbahn” sondern umfasst einen ausgestreckten Kiez mit mehreren Seitenstraßen. Zwei weitere, sehr bekannte Straßen dürften die Herberstraße und die Große Freiheit sein.

In der Herberstraße, einer Bordellstraße, haben nur Männer Zutritt. Außerdem ist fotografieren verboten. Die Straße geht von der Davidstraße mit der berühmten Davidwache (Polizeiwache des 15. Kommissariats) ab und ist durch eine hohe Sichtblende auf beiden Seiten geschützt.

In der Großen Freiheit befinden sich zahlreiche Clubs, Tabledance Bars und früher war in dieser Straße der legendäre StarClub beheimatet, in denen die Beatles groß wurden! Im Club “Große Freiheit 36” finden heute regelmäßig gute Konzerte Stadt von bekannten und weniger bekannten Bands. Einmal im Jahr findet außerdem das Reeperbahn-Festival statt. Musik von kleinen, unbekannten Bands und einigen großen Headlinern an drei aufeinander folgenden Tagen im September! Lohnt sich!

In der “Mitte” des Kiezes befindet sich der Spielbudenplatz auf dem zur Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert viele Buden und kleine Geschäfte aufgebaut waren. Die Hamburger vergnügten sich hier beim sonntäglichen Spaziergang. Mit der Zeit verlor dieser Platz an Beliebtheit und man versucht jetzt seit Jahren ihn wiederzubeleben. Ab und zu findet hier ein Nachtflohmarkt statt oder auch Open Air Konzerte auf den fahrbaren Bühnen.

Wer in Hamburg Abends weggehen will, geht meistens auf den “Kiez”, wie dieser Teil von St.Pauli im Volksmund genannt wird. Allerdings ist es am Wochenende dann auch dementsprechend voll! Freitag- oder Samstagsabends kann man kaum zutreten vor lauter Menschen. Und so ganz sicher fühlt man sich auch nicht. Inzwischen gilt hier ein Verbot von Glasflaschen und Waffen jeglicher Art. Das soll den Kiez sicherer machen. Vor Schlägereien ist man dadurch aber trotzdem nicht sicher…

Trotzdem sollte man das Hamburger Nachtleben hier einmal mitmachen, denn man kann hier einfach von Bar zu Bar oder von Club zu Club laufen, ohne große Strecken zurücklegen zu müssen. Außerdem ist wirklich für jeden was dabei – musiktechnisch jetzt. Den “erotischen” Kiez erlebt man beim Clubhopping dann auch gleich mit und hat als Frau den Vorteil nicht an jeder Ecke von den leicht bekleideten Damen angesprochen zu werden ;-).

Hinkommen ist einfach: U3 vom Hauptbahnhof aus bis St.Pauli oder die S1 vom Hauptbahnhof aus bis Reeperbahn. Dann einfach ab ins Getümmel oder an einem Sonntagvormittag die Straßen bei Tageslicht erkunden.

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