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5 Fragen zur analogen Fotografie mit Larissa Honsek

In unserer Interview Serie "5 Fragen zur analogen Fotografie mit…" schicken wir die gleichen Fragen an verschiedene Fotografen. Dieses Mal konnten wir Larissa Honsek für unser Interview gewinnen. Sie ist in der Lomography Community vor allem unter dem Namen Novemberkind bekannt und hat uns mit ihren beeindruckenden Lochkamera Bildern einfach den Atem geraubt! Weiterhin ist sie die Mitbegründerin des Obscura Books, einem Bildband über Lochkamera Fotografie. Erfahrt mehr über die Berlinerin und schaut euch ihre Galerie an!

Name: Larissa Honsek
LomoHome: Novemberkind
Beruf: Grafik Designerin
Stadt: Berlin

1. Erzähl uns in maximal drei Sätzen etwas über dich.
Ich wohne und arbeite in Berlin und „mache was mit Medien“. Vor ca. zwei Jahren entdeckte ich die Fotografie für mich. Seit dem häufe ich Kameras an und versuche meinen Stil zu finden. Wobei mich das Arbeiten mit der Lochkamera wohl am meisten fasziniert.

2. Warum fotografierst du noch analog?
Mich reizt die spezielle Form der analogen Fotografie, ohne Linse. Es ist schwerer in gezielten Konzepten zu arbeiten. Bilder die man sich vornimmt, werden meist anders als geplant. Alles dabei, überraschend gut, geht so, furchtbar schlecht. Dadurch habe ich oft gar kein Konzept, sondern folge einer visuellen Idee, die funktionieren könnte. Man fotografiert nach Gefühl und entwickelt sich weiter. Jedes Bild und seine Erkenntnisse sind die Grundlage für ein nächstes. Nicht zu wissen, was man genau fotografiert macht den Reiz aus. Der Weg ist das Ziel. Das Konzept entsteht später. Das Entwickeln überlasse ich allerdings anderen. Und einige wenige Farb- und Kontrastkorrekturen kann ich mir auch nicht verkneifen.

3. Welche fotografische Ausrüstung (Kameras, Filme und Accessoires) hast du normalerweise in deiner Tasche?
Einen kleinen Lichtmesser, meistens 4 Filme, immer Mittelformat (2 x Farbe, 2x Schwarz/Weiß jeweils 160 ISO und 400 ISO), auch wenn ich beim Packen der Ausrüstung bereits eine Entscheidung getroffen habe, aber man weiß ja nie. Bis zu 80% ist es eine Lochkamera (Holga, Diana oder Zero Image), die anderen 20% teilen sich PRAKTIKA, MAMIYA, Nikon (D90/D600 digital) und das iPhone.

4. Weihe uns in einen deiner Tricks ein, der immer zu einem großartigen Bild führt.
Es muss sich inhaltlich und optisch ungesehen anfühlen. Ich achte beim Arbeiten mit der Lochkamera auch sehr häufig darauf, dass die Motive einen beruhigten Hintergrund bekommen. Soweit man es einschätzen kann. Das funktioniert oft ganz gut, aber eben nicht IMMER.

5. Welche Fotografen beeinflussen deine Arbeit?
Mein Namensgedächtnis ist nicht gut. Ich weiß, dass mich einige bekannte wie auch unbekannte Fotografen beeinflusst haben, ich bin ein dankbarer Anhänger der Flickr-Gemeinde. Die Vielfalt ist auch einfach unheimlich groß! Ich bin mit Freunden gerade dabei ein Community-Bildband zur Lochkamera-Fotografie zusammenzustellen und die ganzen unterschiedlichen Blicke und Arbeiten der eingereichten Fotografen haben mich ziemlich überrascht und natürlich auch beeinflusst.

Wer sich selber inspirieren will und unser Buchprojekt unterstützen möchte, kann das übrigens aktuell noch auf Indiegogo (igg.me/at/OBSCURA-BOOK) tun. Vielen Dank!

Danke für das Interview, Larissa!

Wenn ihr mehr über Larissa erfahren und weitere Arbeiten sehen möchtet, dann schaut doch mal auf www.Novemberkind.com oder werdet Fan von ihr auf Facebook. Mehr Informationen über das Obscura Buch findet ihr unter www.obscura-book.com.

Ihr wollt noch weitere Fotografen kennenlernen, die für unsere 5 Fragen Serie Rede und Antwort standen? Alle Interviews findet ihr hier!

written by zonderbar

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This is the original article written in: Deutsch. It is also available in: English.