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Fotoautomaten-Liebe

'Hast du noch 2€ klein?' - wer kennt das nicht? Man läuft durch die Straßen, egal ob nächtens oder über Tag (das heißt egal ob sturztrunken oder nüchtern), und plötzlich kreuzt einer dieser allerseits bekannten 2m × 2m × 1m großen Kabinen den Weg und auf einmal packt einen dieser merkwürdige Drang, dort rein zu hüpfen und der Gesichtskirmes freien Lauf zu lassen!

Foto von heliographen.de

Spätestens seit dem wundervollen, Paris mehr als idealisierenden (vielleicht aber auch einfach nur von seiner schönsten Seite präsentierenden) französischen Streifen Amélie aus dem Jahr 2001 sind wir wohl alle ganz vernarrt in Fotoautomatenfotos.

Obgleich es wohl relativ unwahrscheinlich ist, dass wir alle auf romantische, verspielt verschrobene Art und Weise dank Fotoautomaten die Liebe unseres Lebens, die mindestens genau so sonderbar ist wie wir selbst, kennenlernen, so bleibt das Betreten einer solchen Kabine nach wie vor aufregend!

…und das ganz unabhängig davon, was ihr genau vorhabt…

… wenn ihr euch alleine rein schwingt, um vielleicht eine besondere Aufmerksamkeit für einen geliebten Menschen zu erstellen, euch auf den Hocker setzt und erstmal guckt, ob die Haare denn auch richtig sitzen und vielleicht sogar allerlei Accessoires und/oder Requisiten (der Klassiker: das beschriftete Schild) dabei habt, die eine ganz besondere Botschaft vermitteln sollen!
… wenn ihr euch perfekt frisiert und in Klamotten, die ihr im Alltag wohl eher seltener tragen würdet, gehüllt schnell reinsetzt, weil ihr schlicht und ergreifend nicht genug Geld habt, um beim Fotografen anständige Bewerbungsfotos machen zu lassen!
… wenn ihr total betrunken einfach nur irgendwelche fragwürdigen, aber höchst amüsanten Fotos mit Freunden macht, die beim Betrachten am nächsten Morgen nur zu zwei Fragen führen (1. ‘Wann haben wir die denn gemacht? Daran kann ich mich nicht erinnern…’ und 2. ‘WIESO bitte haben wir diese Fotos gemacht? Wie sehe ich denn da bitte aus?’), aber definitiv in die Erinnerungskiste gehören und auch noch nach 20 Jahren für einen Lacher sorgen werden!
… wenn ihr rosa-rote-Brille-tragend bis über beide Ohren verliebt seid und semi-romantische, wundervoll kitschige Pärchen-Fotos machen wollt und dabei noch abstimmt, was ihr wie auf welchem Foto macht.
… wenn ihr richtig badass drauf seid und versucht, verführerische Fotos mit Zigaretten und laszivem Blick zu machen und euch denkt, dass das bei der klassischen Schwarz-Weiß-Optik besonders klasse kommt!
… usw.

Doch wie haben die Schwarz-Weiß-Fotoautomaten eigentlich ihren Weg zurück in unsere Großstädte gefunden?
In diesem Video erfahrt ihr zumindest wie es die von uns so geliebten Kabinen wieder nach Deutschland geschafft haben:

Nun schon seit Jahren betreiben Asger Doenst und Ole Kretschmann gemeinsam die von uns so geliebten Automaten in Berlin und anderen deutschen Großstädten. Diejenigen unter uns, die leider nicht in den Genuss gekommen sind, Herrn Doenst als Gastdozenten an der Neuen Schule für Fotografie in Berlin persönlich zu erleben, können über die offizielle Homepage, photoautmat.de direkt Kontakt mit den beiden aufnehmen!

Apropos Berlin…
Hier findet ihr eine kleine Auswahl an Fotostreifen von zonderbar und mir aus den letzten 3 Jahren (Hierbei wurden die peinlichsten absichtlich weggelassen!), die hauptsächlich in unserer Hauptstadt, aber auch in Wien, Paris und London entstanden sind:

Wie wäre es, wenn ihr eure schönsten Fotoautomatenstreifen, Kabinen-Erlebnisse (vielleicht sogar Liebesgeschichte im Amélie-Style) oder Inszenierungs-Tipps mit uns teilt? Wir freuen uns drauf!
Falls ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, aber nicht so recht wisst, wo ihr nicht nur in eurer Nähe den nächsten Automaten findet, sondern auch beim nächsten Städtetrip, dann könnt ihr euch hier schlau machen!

Auf dass wir alle noch viele einzigartige Fotoautomatenfotos in unserem Leben machen werden!

written by vja

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