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Agfa Optima Pocket 6000
written by zark on August 30th, 2009 (1 vote)

  • Tags
  • Brand
    Agfa
  • Name
    Optima Pocket 6000
  • Format
    110
  • Place of Origin
    Germany
  • Focus
    rangefinder
  • Flash Types
    hot shoe, built-in
  • Exposure
    fully automatic
  • Lightmeter
    Built-in
  • Advance
    coupled to shutter
  • Cable Release
    no
  • Tripod Screw Mount
    no
  • plastic
  • 1975 –

Es muss wohl so um die Geburtsstunde der ersten LC-A gewesen sein, als meine fotobegeisterte Mutter mir während eines Griechenland Campingurlaubs meine erste Kamera in die Hand drückte. Der kleine zark, der natürlich keinen Schimmer davon hatte, dass er sich mal im Internet (damals war gerade BTX der letzte Schrei) so nennen würde, war von Anfang an in den Bann des dünnen schwarzen Kastens gezogen.

Mein erstes Foto, komplett mit schiefem Horizont, zeigt laut meiner Mutter eine Szene in einem griechischen Hafen. Leider verschollen, assoziiere ich dieses Bild mit dem typischen Ritsch-Ratsch-Clack, Seeluft, Sonne und gebratenem Schwertfisch mit Zitrone und Olivenöl.

Ich war sechs und nun bin ich dreißig und was taucht aus den Tiefen eines verstaubten Schuhkartons auf dem Dachboden auf: Meine allererste eigene Kamera, eine Agfa Optima 6000 Pocket.

Die Pocket ist eine Kamera für 110 Pocketfilm in Filmkassetten. 1972 stellte Kodak den ersten Pocketfilm vor, ein Jahr später wurde er auch von Fremdherstellern angeboten. Der Film mit dem Format 13×17 ist nur ein viertel mal so groß wie das 35mm Kleinbild Format. Zum Filmtransport nach dem Auslösen wird das Gehäuse zusammengedrückt und springt dann durch einen Federmechanismus wieder in Ausgangsstellung.

Das Objektiv f/2,7, 26 mm besteht aus vier Glaslinsen und kann mit einem großen Rad oben auf der Kamera fokussiert werden.Dazu gibt es die bekannten drei rastenden Symbole Portrait, Gruppe und Landschaft, aber auch eine Entfernungsskala. Die Belichtungssteuerung arbeitet von 15 s bis zu 1/1000 s, sie signalisiert mit einer roten LED im Sucher Verwackelungsgefahr und mit einer grünen genügend Helligkeit für Freihandaufnahmen.

Die Abzüge haben ein seltsames 4:3 ähnliches Format, von der Bildwirkung her schon fast quadratisch. Allerdings ruhen die Motive nicht so wie z.B. beim Format 6×6 und haben nicht so viel Dynamik wie im Kleinbild typischen 3:2.

Auch wenn es etwas schwierig ist an 110 Film heranzukommen möchte ich dennoch jedem, der sich für die Entwicklung der Fototechnik interessiert, ans Herz legen eine Pocket Kamera auszuprobieren. Die Handhabung macht Spaß und Pocketfilm eröffnet bildgestalterisch neue Möglichkeiten.

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