Loop Head

Das hier ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde! Gewissermaßen einer der Orte, an dem die Welt aufhört – bzw. aufgehört hat. Diese Küstenlinie Irlands war immerhin das westlichste Stück Festland, das die „Alte Welt“ kannte. Bis immerhin 1492, als der gute Christoph Columbus sich aufmachte, Indien zu entdecken.

Dieser atemberaubende Ort heißt „Loop Head“ und befindet sich im Südwesten Irlands, ganz in der Nähe der berühmten Cliffs of Moher. In unserem Reiseführer war der Loop Head als Geheimtipp geführt – und das nicht umsonst! Die Kliffs dort sind nicht weniger eindrucksvoll als die von Moher, doch man bekommt sie ohne den ganzen touristischen Schnick-Schnack serviert. Dort draußen gibt’s nur einen Leuchtturm, grüne Wiesen, jede Menge Wind und überwältigende Klippen! Zum Glück (eigentlich war’s kein Glück, sondern Berechnung) hatte ich eine Horizon dabei, und es gelang mir, ein paar nette Panorama-Aufnahmen zu machen. Trotz des überwältigenden Anblicks sollte man sich nicht allzu nahe an den Abgrund wagen, denn die Sturmböen da draußen können einem Menschen durchschnittlichen Umfangs schon ganz schön zu schaffen machen. Also Achtung, denn wie man auf den Bildern sieht, geht es dort ziemlich tief hinunter!

Einzig die Anreise kann sich etwas mühsam gestalten. Öffentlich ist der „Loop Head“ leider (oder zum Glück) unerreichbar. Wenn man selbst kein Fahrzeug hat, muss man sich also an den Straßenrand stellen und den Daumen in die Höhe halten. Aber Irland ist bekanntlich ja ein kleines Paradies für Anhalter. Wenn man dann wieder zurück ist, kann man das Naturschauspiel bei einem Guinness verdauen. Und auch diesbezüglich sei ein kleines Geheimnis verraten: Guinness schmeckt in Irland anders als auf der restlichen Welt. Warum? Tja, das müsst ihr schon einen Iren fragen…

written by d_i_d on 2009-10-30 in #world #locations

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