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Holga Modifikationen beendet.

Noch vor ein paar Monaten war ich überzeugt, dass Mittelformat bei den Horror-Entwicklungspreisen in Österreich und den Kosten pro Film für meine lomographischen Zwecke komplett ungeeignet ist.

Bei der Menge an KB-Film Fotos, die ich im Sommer verschossen habe, wäre ich längst pleite und hoch verschuldet, hätte ich auch nur die Hälfte davon auf Mittelformatfilmen aufgenommen.
Trotzdem musste ich mir immer wieder diese schönen, quadratischen Fotos von Diana und Holga, mit all der Softness, Vignettierung und Randunschärfe, in den Gallerien ansehen.

Bald waren ein paar Piggies zusammengesammelt und eine Diana endgültig im Warenkorb. Auch ein paar 120mm-Filme waren schnell besorgt und mit der 60s-Schönheit an den letzten schönen Herbsttagen schnell wieder verschossen. Und wirklich – auch die Fotos von meiner Diana hatten die typischen, schönen Charakteristiken der Fotos, die mir schon immer so gefielen.

Doch wie wir Lomographen wissen, ist eine Kamera nie genug. Und 10 Kameras wahrscheinlich auch nicht x-)
Einige Piggies hatten sich wieder auf meinem Konto angesammelt und ich hatte mich sowieso schon in die dicke, schwarze, chinesische Lady verschaut.
Lustig, genau die Kamera, die ich in meinen Anfangszeiten so hässlich und unnötig fand, musste jetzt unbedingt her.
Und dann hielt ich sie in Händen, die schöne, stabile Holga. Eine Kamera, in ihrer einfachsten, wenn auch nicht schönsten Form.
Der erste Film war wieder schnell im Labor, doch durch die viel zu kleinen Blenden von f/13 und f/19 war fast jedes Foto davon geblitzt. Vielleicht liegt es auch genau daran, dass die typischen Holga-Eigenschaften auf den Fotos nicht besonders herauskommt und mir dieser erste Film nicht besonders gefällt.

Aber egal, 13 und 19 ist einfach viel zu klein. Überhaupt, weil sich in meiner Tiefkühltruhe die 100 ISO Dia-Rollfilme stapeln. Deshalb begann ich – wie viele Holga-Besitzer vor mir – die Kamera zu modifizieren.

Und gerade jetzt bin ich damit fertig geworden. Die 13er-Plastikblende habe ich mit einem 7.5mm Bohrer auf f/8 vergrößert. Bei viel Licht, kann die zweite, 5.5mm große Blende, vorgeschoben werden.
Blöderweise ist die quadratische Öffnung im metallenen Verschluss der Holga nur 6×7.5mm groß. D.h. ein bisschen Licht geht mir bei der 8er-Blende verloren – ich hoffe, das wirkt sich nicht zu negativ auf die Bilder aus, but we’ll see.
Ich frage mich, ob Randy von holgamods.com da etwas anders macht oder sogar die Verschluss-Öffnung vergrößert. Vermutlich nicht.
Auf flickr haben einige Holga-graphen über teilweise sehr unscharfe Bilder nach der Modifikation berichtet. Die gezeigten Fotos waren schrecklich.
Um die Auswirkungen bei meiner Kamera vergleich zu können, verschieße ich nun einen Film nochmals mit der 6×6 Maske. Eigentlich sollte diese ja im Regal verstauben, aber Holgas ohne Maske machen ja bekanntermaßen auch unscharfe Bilder.
Aus diesem Grund hab ich Randy’s Masken-Mod nachgemacht und aus meiner 6×4.5 Maske eine 6×6 gebastelt. Dadurch sollte der Abstand zw Film und Objektiv gleich bleiben, was in gleich (un)scharfen Bildern resultieren soll.

Mehr will ich mit meiner Holga dz eigentlich nicht machen. Wenn die 8/11 Blenden gut funktionieren, bin ich schon vollkommen zufrieden.

Bilder folgen.

written by t0m7

1 comment

  1. shoujoai

    shoujoai

    Holga steht auch noch auf meiner Wunschliste :)

    over 3 years ago · report as spam