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[Langzeitprojekt 2014] 01. Minimalismus

Für meine erste aus dem Buch gewählte Aufgabe habe ich mich für Minimalismus - Fotos ohne Ablenkung (Aufgabe 27, Seite 157) entschieden.

Mi­-ni-­ma-­lis-­mus, der
Wortart: Substantiv, maskulin
Bedeutung: bewusste Beschränkung auf das Nötigste

Die (verkürzte) Idee aus dem Buch:
Minimalphotographie bedeutet, alle Details aus einem Bild zu entfernen, bis einige wenige perfekt symmetrische, Zen-artige Elemente übrig bleiben. […]

Unter Minimalismus stellte ich mir vor Beginn der Aufnahmen folgendes vor: Ausschnitte, eher Details oder einzelne Objekte, ruhige Bildkomposition, heller einfarbiger Hintergrund, keine wilden Muster, den Betrachter nicht überfordern, Ruhe schaffen.
Als ich danach zu photographieren anfing, stellte ich fest, dass ich mich beim Minimalismus suchen kurioser Weise immer auf die Dinge stürzte, die eher steril, kalt, weiß und eckig waren. Ich hatte zu sehr Mies van der Rohes Bauwerke vor dem inneren Auge.

Es ist in der Tat schwer, wenig zu photographieren, ohne gleich in die Close-Up oder gar Makro-Falle zu tappen. Minimalismus bedeutet nicht mit der Kamera nah ran gehen. Das musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, da ich mir meine Motive die in der Wohnung zu finden sind, immer genau vor die Nase respektive die Linse stellte. Nachdem ich mit den vorhandenen Motiven/Objekten fertig war habe ich auch Sachen arrangiert, beispielweise meine Gabeln.

Da ich von 36 Bildern nur knapp ein 1/7 mit einem sichtbaren Ergebnis produziert habe, versuche ich mich an diesem Projekt erneut mit einer anderen Kamera. Vielleicht nehme ich in der zweiten Versuchsreihe auch ein paar Aufnahmen draußen vor.

Ich bin enttäuscht über meine Ergebnisse aber ich kann sie insgesamt gar nicht einschätzen. Ich mache grundsätzlich etwas falsch mit den Einstellungen an der Kamera, denn wenn ich innen Photos mache mit der Zenit, ist der Großteil unterbelichtet. Daher kann ich objektiv nicht erfassen, ob ich eine bildstimmige Minimalismusoptik kreieren kann.

Fazit:
Sich auf ein Minimum zu konzentrieren ist schwerer als erwartet, ich möchte mein Auge für Details schulen, und ich gebe das Projekt noch nicht auf. Ach, und für die Zenit wird ein neuer Besitzer gesucht

Lieblingsbild der Reihe:

Weitere Photos hier.

Kamera: Zenit 412LS
Film: Rossmann Color Negativ 400 ISO
Zeit: 11.-13.01.2014

4 comments

  1. dopa

    dopa

    ... Minimalismus also... klingt interessant und sieht vor allem toll aus

    8 months ago · report as spam
  2. roxyvonschlotterstein

    roxyvonschlotterstein

    @dopa du, das ist erstaunlich schwer, Minimalismus zu finden. Aber man wächst ja mit seinen Herausforderungen. :)

    8 months ago · report as spam
  3. dopa

    dopa

    genau, @roxyvonschlotterstein: Herausforderungen und Somatropin

    8 months ago · report as spam
  4. roxyvonschlotterstein

    roxyvonschlotterstein

    @dopa :)

    8 months ago · report as spam